Lüneburg steht vor wichtigen Entscheidungen. In unserem Wahlprogramm erfährst Du, welche Ideen, Ziele und konkreten Vorhaben wir für unsere Stadt haben – von bezahlbarem Wohnen über gute Bildung bis hin zu einer modernen Verwaltung und starken Stadtteilen.

Füreinander. Verantwortung übernehmen.

Vorwort

Familie ist dort, wo Menschen füreinander Verantwortung übernehmen. Ob Eltern mit Kindern, Alleinerziehende, Patchworkfamilien, Großeltern, die ihre Enkel betreuen, Mehrgenerationenhaushalte oder Menschen, die füreinander Sorge tragen – sie alle halten unsere Stadt zusammen. Deshalb stellen wir Familien in den Mittelpunkt unserer Politik.

Wir wollen Lüneburg zu einer der familienfreundlichsten Städte in Deutschland machen. Denn eine Stadt ist dann stark, wenn Familien gerne hier leben, Kinder gute Chancen haben, junge Menschen bleiben möchten und ältere Menschen selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.

Familienfreundlichkeit entscheidet sich nicht in Sonntagsreden, sondern im Alltag: Gibt es einen Kitaplatz? Ist die Schule gut ausgestattet? Kommt der Bus pünktlich? Findet man eine bezahlbare Wohnung? Gibt es sichere Wege zum Sportverein, genügend Spielplätze und Orte der Begegnung? Können Beruf und Familie miteinander vereinbart werden?

Keine Frage: Lüneburg ist bereits eine lebenswerte Stadt. Doch für viele Familien wird der Alltag zunehmend schwieriger. Hohe Mieten, fehlende Betreuungsplätze, überlastete Infrastruktur und steigende Lebenshaltungskosten belasten viele Menschen. Deshalb wollen wir Familienpolitik nicht als Einzelthema verstehen, sondern als Leitprinzip für die Entwicklung unserer Stadt.

Wir setzen uns für eine verlässliche Kinderbetreuung, moderne Schulen, bezahlbaren Wohnraum, familienfreundliche Mobilität, lebendige Kultur und starke Nachbarschaften ein. Wir schaffen Orte, an denen Menschen zusammenkommen, Verantwortung füreinander übernehmen und Gemeinschaft erleben können. Familienfreundlichkeit und wirtschaftliche Stärke gehören für uns zusammen. Wer Familien entlastet, in gute Bildung investiert und bezahlbaren Wohnraum schafft, stärkt die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt. Gleichzeitig braucht eine starke Stadt eine leistungsfähige Wirtschaft, die gute Arbeit sichert, Fachkräfte gewinnt und ihren Beitrag zum Gemeinwohl leistet. Wir wollen unsere Stadt entwickeln und gleichzeitig eine gute Nachbarschaft mit den Umlandgemeinden. Wir werden unsere Stadt nach vorne bringen, wenn wir mit dem Landkreis eng zusammenarbeiten. Stadt und Land – Hand in Hand.

Denn unser Ziel ist eine Stadt, die Familien unterstützt, Kinder fördert, Eltern entlastet und älteren Menschen ein gutes Leben ermöglicht. Eine Stadt, die Zusammenhalt stärkt und Zukunft gestaltet. Kurz gesagt: Wir wollen ein Lüneburg, in dem Familien gerne leben und in dem jede Generation ihren Platz findet und wo füreinander Verantwortung übernommen wird.
 

Wohnen und Bauen

Wohnen ist kein Luxus. Denn Familienfreundlichkeit beginnt mit einem bezahlbaren Zuhause.

Eine Wohnung ist mehr als vier Wände. Sie ist der Ort, an dem man ankommt. Nach der Arbeit, nach der Schule, nach einem langen Tag. Sie ist der Ort, an dem Kinder aufwachsen, Nachbarschaften entstehen, Studierende lernen und arbeiten und Familien ihren Alltag organisieren. Wer keine bezahlbare Wohnung findet, kann sich in einer Stadt nicht zu Hause fühlen. Nicht in der Nachbarschaft, nicht im Stadtteil, nicht in der Gemeinschaft. Deshalb ist bezahlbares Wohnen für uns keine Randnotiz – es ist die Voraussetzung für Familienfreundlichkeit, sozialen Zusammenhalt und alles, wofür wir als Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten stehen.

Wir handeln. Wir stärken die LüWoBau als verlässlichen Partner für günstigen Wohnraum und verankern einen Pflichtanteil von mindestens 30 Prozent Sozialwohnungen in allen Neubauprojekten. Wir sorgen dafür, dass Wohnen und Baugrund in Lüneburg dem Gemeinwohl verpflichtet bleiben und sich der Spekulation entziehen. Wir wollen Leerstand beenden, illegal umgenutzte Räume wieder zu Wohnraum machen und gegen diejenigen vorgehen, die Wohnungen ihrer Mieterinnen und Mieter verkommen lassen. Unser Ziel ist eine Stadt, in der Familien, Alleinerziehende, Auszubildende, Studierende und Seniorinnen und Senioren gleichermaßen ein bezahlbares Zuhause finden können.

Wer keine Wohnung findet, verschiebt Familiengründungen, verlässt seine Heimatstadt oder verliert die Chance auf gesellschaftliche Teilhabe. Alle, die ein Zuhause suchen, brauchen Perspektiven statt Verdrängung. Denn eine Stadt, die sich nur noch wenige leisten können, verliert ihren Zusammenhalt. Eine familienfreundliche Stadt braucht bezahlbaren Wohnraum. Das darf Lüneburg nicht aus dem Blick verlieren.


Was wir konkret tun:

  1. Die LüWoBau stärken. 500 neue Wohnungen bis 2030.

    Die städtische Wohnungsbaugesellschaft LüWoBau ist unser wichtigstes Instrument, um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Wir erhöhen ihr Eigenkapital mit einem klaren Investitionsauftrag: bis 2030 mindestens 500 neue Wohnungen bauen. Für Familien, Studierende, Azubis und Menschen mit weniger Einkommen. Den Anfang machen wir im Baufeld Rettmer-Nord, wo 120 neue Wohnungen entstehen sollen. Mit Plätzen für Familien, junge Menschen und Seniorinnen und Senioren. Bezahlbarer Wohnraum entsteht dort, wenn die Verwaltung gestaltet und den Wohnungsmarkt nicht allein der Spekulation überlässt. 
     

  2. Erbbaurecht sozial gestalten — Boden im Gemeinwohl halten

    Städtische Grundstücke werden nicht mehr verkauft. Wer auf städtischem Boden baut, tut das künftig im Erbbaurecht. Wir machen das Erbbaurecht wieder zu dem, was es mal war: Ein Instrument sozialer Wohnbauförderung. Mit fairen, planbaren Konditionen, die Verlässlichkeit garantieren statt Preissprünge. So bleibt der Boden in öffentlicher Hand und dient dem, wofür er da sein sollte: als Heimat für Menschen, nicht als Spekulationsobjekt von Investorinnen und Investoren. 
     

  3. Spekulation mit Bauland beenden. Grundsteuer C einführen.

    Es ist höchst unsozial, baureife Grundstücke jahrelang leer stehen oder verkommen zu lassen, während die Wohnungsnot wächst. Deshalb führen wir die Grundsteuer C ein, mit der Spekulantinnen und Spekulanten auf baureife, aber unbebaute Grundstücke deutlich mehr Abgaben zahlen, während alle anderen im Gegenzug entlastet werden. So brechen wir den finanziellen Anreiz, Bauland zu horten, mobilisieren Flächen und schaffen dringend benötigten Wohnraum.
     

  4. Sozialwohnungen als Standard - nicht als Ausnahme.

    Eine sozial gemischte Stadt, in der Menschen mit unterschiedlichem Einkommen Seite an Seite leben, ist unsere politische Entscheidung. Deshalb verpflichten wir Investorinnen und Investoren, bei Neubauten einen festen Anteil als Sozialwohnungen mit einer Mitpreisbindung zu errichten. Mindestens 30 Prozent, perspektivisch bis zu 40 Prozent, aller Neubauten entstehen so als gebundener Wohnraum, damit Lüneburg eine Stadt für alle bleibt.
     

  5. Leerstand beenden und Zweckentfremdung stoppen.

    Jede Wohnung in Lüneburg soll zum Wohnen genutzt werden. Wohnraum, der leer steht oder illegal als Ferienunterkunft vermietet wird, fehlt den Menschen, die hier leben wollen und treibt die Mieten hoch. Deshalb setzen wir das Zweckentfremdungsverbot konsequent durch und gehen aktiv gegen Leerstand und illegale Ferienvermietung vor. Auch die Wohnungen der bundeseigenen BIMA müssen der Wohnnutzung zugeführt werden. So schaffen wir schnell zusätzlichen Wohnraum für Menschen, die ihn brauchen.
     

  6. Wohnraum schützen - Verfall verhindern.

    Bewohnter Wohnraum darf nicht dem Verfall überlassen werden. Instandhaltung ist keine Luxusaufwendung, sondern eine grundlegende Verpflichtung des Vermieters oder der Vermieterin. Der Verfall von Wohnhäusern trifft nicht nur die Menschen, die dort wohnen, sondern beeinträchtigt die gesamte Nachbarschaft. Deshalb nutzen wir alle Mittel des öffentlichen Baurechts, um aktiv und konsequent gegen Verwahrlosung und Verfall vorzugehen.
     

  7. „Heuschrecken“ aus Lüneburg rausdrängen

    Wer Wohnraum verkommen lässt, muss mit Konsequenzen rechnen. Es gibt Stadtteile in Lüneburg, in denen der Wohnungsmarkt seit Jahren versagt. Kaltenmoor ist einer davon. Die Wohnungen der Vonovia sind in einem Zustand, der nicht akzeptabel ist und den wir nicht länger hinnehmen. Wir mobilisieren Partner und Mittel, um die Vonovia-Wohnungen in Kaltenmoor in den nächsten Jahren zu erwerben, zu sanieren und langfristig zu sichern. Andere Städte in Niedersachsen, wie Hannover, zeigen, dass das möglich und für die Kommune tragfähig ist. Auch in anderen Stadtteilen wollen wir wieder mehr vernachlässigte Wohnungen in kommunale Hand nehmen, wo immer es möglich ist.
     

  8. Mieterrechte stärken - Mietwucher hat keinen Platz in Lüneburg.

    Mieterinnen und Mieter in Lüneburg verdienen faire Behandlung und professionelle, starke Unterstützung, wenn Vermieterinnen und Vermieter zu viel verlangen oder die Mietpreisbremse ignorieren. Deshalb setzen wir das Mietrecht auf kommunaler Ebene konsequent durch und schaffen klare Anlaufstellen für Betroffene. Wir stärken Mieter-Organisationen den Rücken. Wöchentlich gibt es eine kostenlose Mieterberatung ohne Termin. Wir richten eine Meldestelle für Verstöße und eine Stabsstelle Wohnraumschutz ein, damit Mieterinnen und Mieter Rückhalt ihrer Stadt bekommen. Vermieter sollen wissen, dass Mietwucher in Lüneburg keine Zukunft hat.
     

  9. Klimagerecht bauen und sanieren.

    Neu geschaffener Wohnraum muss zukunftsfähig sein. Wer heute baut oder saniert, entscheidet über Energiekosten und Lebensqualität für Jahrzehnte. Alle neuen LüWoBau-Gebäude werden als Niedrigenergiehäuser mit Solardach gebaut. So profitieren Mieterinnen und Mieter direkt durch günstigen Strom. Wir fördern energetische Sanierungen aktiv und sorgen dafür, dass niedrige Nebenkosten auch für Mieterinnen und Mieter erreichbar sind, nicht nur für Eigentümerinnen und Eigentümer.

Soziales und Zusammenhalt

Zusammenhalt entsteht durch Haltung und Orte, die Gemeinschaft ermöglichen.

Eine starke Stadt erkennt man nicht daran, wie laut über Zusammenhalt gesprochen wird, sondern daran, wie er im Alltag gelebt wird. In Familien, Nachbarschaften, Vereinen, Kirchengemeinden, Initiativen und im Ehrenamt. Dort entsteht das Vertrauen, das eine Stadt lebenswert und zukunftsfähig macht.

Doch auch in Lüneburg geraten Menschen durch steigende Lebenshaltungskosten unter Druck. Manche fühlen sich ausgeschlossen, andere kämpfen mit Einsamkeit oder fehlender gesellschaftlicher Teilhabe. Wir wollen, dass niemand zurückgelassen wird. In Lüneburg soll jeder Mensch dazugehören – unabhängig von Herkunft, Alter, Einkommen oder Lebenssituation. Das ist unsere Grundhaltung.

Wir gehen dorthin, wo Menschen Unterstützung brauchen – in die Stadtteile, Quartiere und Vereine. Wir hören zu, nehmen Anregungen ernst und entwickeln Lösungen gemeinsam mit den Menschen vor Ort. Jugendzentren, offene Kinder- und Jugendarbeit, Sportvereine und Begegnungsorte schaffen Gemeinschaft. Streetwork und Quartiersmanagement sorgen dafür, dass Probleme früh erkannt und Perspektiven geschaffen werden. Stadtteilhäuser, Nachbarschaftstreffs und Begegnungsstätten helfen dabei, Einsamkeit zu überwinden und Menschen miteinander zu verbinden.

Besonders wichtig sind dabei die vielen Ehrenamtlichen in unserer Stadt. Sie organisieren Vereinsleben, begleiten Menschen in schwierigen Lebenslagen, engagieren sich in Sport, Kultur, Feuerwehr, Sozialverbänden und Nachbarschaften. Sie sind das Fundament des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Deshalb verdienen sie Respekt, verlässliche Unterstützung und eine Stadtverwaltung, die ihnen den Rücken stärkt.

 

Was wir konkret tun:

  1. Soziale Politik gehört ins Zentrum der Stadtentwicklung.

    Wer in Lüneburg lebt, braucht nicht nur eine schöne Stadt, sondern eine gerechte, mit bezahlbarem Wohnen, guter Bildung, erreichbarer Beratung und lebendigen Stadtteilen. Deshalb denken wir soziale Infrastruktur bei Stadtentwicklung und Planung von Beginn an mit. Nicht erst, wenn Probleme entstanden sind, sondern als festen Bestandteil jeder Planungsentscheidung. Wir verankern soziale Kriterien verbindlich in Stadtentwicklungsprozessen, damit Lüneburg nicht nur schöner und moderner wird, sondern gerechter.
     

  2. Zusammenhalt in den Stadtteilen stärken.

    Gemeinschaft entsteht dort, wo Menschen sich begegnen. Deshalb sichern wir die verlässliche Finanzierung von Jugendzentren, offener Kinder- und Jugendarbeit, Stadtteilhäusern und Nachbarschaftstreffs in allen Stadtteilen. Sie sind fester Bestandteil einer sozialen Stadt. Gemeinsam mit Vereinen, sozialen Trägern und Initiativen entwickeln wir lebendige Treffpunkte für alle Generationen. Wir stärken bestehende Einrichtungen und schließen Lücken dort, wo Angebote fehlen, damit kein Stadtteil in Lüneburg zurückbleibt. Wir etablieren regelmäßige Formate des Austauschs zwischen Verwaltung, Vereinen, sozialen Trägern und Initiativen, damit Lüneburg eine Stadt bleibt, in der Herkunft, Einkommen oder Lebenssituation nicht über Chancen entscheiden. 
     

  3. Früh helfen - Prävention erzeugt Sicherheit.

    Wer den Halt zu verlieren droht, verdient Unterstützung, bevor die Probleme zu groß werden. Eine starke Stadt ist nah dran und handelt früh. Deshalb stärken wir Streetwork, Schulsozialarbeit und Quartiersmanagement und vernetzen sie besser mit Schulen, Vereinen, sozialen Trägern und der Polizei. Weil Sicherheit vor allem durch starke soziale Strukturen entsteht. Wir bauen präventive Angebote gezielt aus und verbessern ihre Koordination, weil es günstiger, menschlicher und wirksamer ist, früh zu helfen, als später zu reparieren.
     

  4. Kein Mensch bleibt in Lüneburg allein.

    Einsamkeit ist eine der größten sozialen Herausforderungen unserer Zeit. Einsame Menschen brauchen eine Stadt, die hinschaut und Orte schafft, an denen Begegnung möglich ist. Deshalb unterstützen wir Begegnungsstätten, Nachbarschaftstreffs und generationenübergreifende Projekte in den Stadtteilen. Wir stärken die Tafeln und Mittagstische als Orte der Begegnung und Versorgung.
     

  5. Mobilität und Teilhabe für alle. Mit Schülerticket, Sozialticket und Sozialpass. 

    Wir machen das Deutschlandticket für Schülerinnen und Schüler kostenfrei und bieten es als Sozialticket für Menschen mit geringem Einkommen sowie Seniorinnen mit kleiner Rente an. Mit einem einheitlichen Sozialpass schaffen wir zudem vergünstigten oder kostenlosen Zugang zu Kultur, Bildung, Sport und Freizeitangeboten. So stärken wir den gesellschaftlichen Zusammenhalt und ermöglichen allen Menschen die Teilhabe am öffentlichen Leben.
     

  6. Schutz vor Gewalt und sichere Anlaufstellen.

    Wir bauen das neue Frauenschutzzentrum im Hanseviertel und stärken die Hilfs- und Beratungsangebote für Menschen in akuten Notlagen. Wer von Gewalt betroffen ist, muss schnell Schutz, Unterstützung und verlässliche Ansprechpersonen finden können.
     

  7. Suchthilfe und psychische Gesundheit stärken.

    Wir stärken die Drogenberatungsstelle drobs und schaffen ein Drogenhilfezentrum. Gleichzeitig wollen wir die Zusammenarbeit zwischen PKL, Suchthilfe und weiteren Unterstützungsangeboten verbessern. Dafür wollen wir einen "Runden Tisch" unter Federführung der Stadt einrichten. Ziel ist es, den Drehtüreffekt zu beenden und Menschen nach einer Behandlung dauerhaft bei der Stabilisierung ihres Lebens zu unterstützen. Suchtkranke Menschen brauchen Hilfe, Begleitung und Perspektiven.
     

  8. Wohnen als Schlüssel zur Stabilisierung.

    Eine eigene Wohnung ist oft die Grundlage für jede weitere Stabilisierung. Deshalb stärken wir den Housing-First-Ansatz für wohnungslose und suchtkranke Menschen. Gemeinsam mit Wohnungsbaugesellschaften, Genossenschaften und privaten Vermieterinnen und Vermietern wollen wir mehr geeigneten Wohnraum erschließen. Dabei setzen wir auf eine verlässliche sozialpädagogische Begleitung, damit Mietverhältnisse dauerhaft erfolgreich bleiben. Ergänzend fördern wir niedrigschwellige und betreute Wohnangebote für Menschen, die zunächst weitere Unterstützung benötigen. So schaffen wir individuelle Wege zurück in ein selbstbestimmtes und sicheres Wohnen.
     

  9. Spielplätze sanieren: sicher, sauber, familiengerecht.

    Kinder und Familien brauchen Spielplätze, die für sie gemacht sind: kindersicher, familienfreundlich, schattig, mit ansprechenden Spielgeräten und Sitzgelegenheiten. Wir entwickeln gemeinsam mit den Familien vor Ort einen Sanierungsplan für Spielplätze, den wir in den nächsten Jahren Schritt für Schritt umsetzen. Bei der Planung neuer Wohngebiete denken wir Spielplätze konsequent mit. Mit einem Spieplatzpatenprogramm nutzen wir das Engagement aus der Nachbarschaft, um die Qualität der Spielplätze zu maximieren.
     

  10. Menschen in Armut helfen. 

    Wir unterstützen Angebote, die Kindern und Jugendlichen unabhängig vom Einkommen ihrer Eltern den Zugang zu Sport, Kultur, Bildung und Freizeit ermöglichen. Wir stärken Tafeln, Mittagstische und Suppenküchen als wichtige Anlaufstellen gegen Hunger und Einsamkeit und bauen niedrigschwellige Hilfsangebote für obdach- und wohnungslose Menschen aus. Teilhabe, Unterstützung und ein würdevolles Leben müssen für alle Menschen in unserer Stadt möglich sein.

Gesundheit und Pflege

Eine familienfreundliche Stadt sorgt für Gesundheit, Sicherheit und Unterstützung in jeder Lebensphase.

Gesundheit ist Bundes-, Landes- und Kommunalaufgabe. Doch gerade vor Ort entscheidet sich, ob Menschen die Unterstützung bekommen, die sie brauchen. Ob eine Hausarztpraxis erreichbar ist. Ob ältere Menschen lange selbstbestimmt leben können. Ob Familien Entlastung finden, wenn Angehörige pflegebedürftig werden. Ob Kinder gesund aufwachsen und Menschen in belastenden Lebenssituationen schnell Hilfe erhalten.

Wir verstehen Gesundheit deshalb ganzheitlich. Sie beginnt nicht erst in der Arztpraxis. Psychische Gesundheit, Bewegung, Ernährung, soziale Kontakte und gute Lebensbedingungen gehören genauso dazu wie eine verlässliche medizinische Versorgung. Eine familienfreundliche Stadt schafft die Voraussetzungen dafür, dass Menschen gesund leben können – von der Kindheit bis ins hohe Alter.

Eine gesunde Stadt ist keine Stadt, in der niemand krank wird. Sie ist eine Stadt, die Menschen nicht allein lässt, wenn sie Unterstützung brauchen. Sie sorgt dafür, dass Hilfe erreichbar ist, Pflege würdevoll organisiert wird und Gesundheit nicht vom Wohnort, Einkommen oder Alter abhängt.


Was wir konkret tun:

  1. Die Krankenhäuser der Gesundheitsholding Lüneburg sichern

    Das städtische Klinikum Lüneburg als Maximalversorger und das Psychiatrische Klinikum als Fachklinik sind das medizinische Rückgrat der gesamten Region. Wir stehen klar zu starken, gut ausgestatteten Kliniken in städtischer Hand. Mit ausreichend Personal, modernen Geräten und fairen Arbeitsbedingungen für alle, die dort arbeiten. Privatisierung ist für uns keine Option. Gesundheit ist keine Ware. Eine Stadt ohne leistungsfähige Krankenhäuser in Reichweite ist kein sicherer Ort zum Leben. 
     

  2. In Würde altern, Pflegenotstand verhindern.

    Wir ermöglichen Menschen so lange wie möglich ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden, entlasten Angehörige wirksam und sichern gleichzeitig eine verlässliche Pflegeinfrastruktur. Wir stärken Angebote zur Unterstützung im Alltag. Wir führen einen kommunalen Sozialdienst ein, der ältere Menschen zu Hause aufsucht und berät, bauen Kurzzeitpflege, Tagespflegeplätze und Verhinderungspflege aus und stärken alternative Wohnformen wie Pflege-WGs und Mehrgenerationenhäuser. Gleichzeitig wollen wir eine kommunale Pflegeeinrichtung bauen.
     

  3. Ärztliche Versorgung und Prävention in allen Stadtteilen.

    Eine wohnortnahe medizinische Versorgung ist für viele Menschen in Lüneburg von großer Bedeutung. Gleichzeitig wird es zunehmend schwieriger, freiwerdende Hausarztpraxen nachzubesetzen und die Versorgung in allen Stadtteilen langfristig zu sichern. Wir setzen uns deshalb für den Erhalt und die Stärkung der hausärztlichen Versorgung in allen Stadtteilen ein und bringen Gesundheitsförderung gezielt in die Stadtteile: Bewegungsangebote, Ernährungsberatung, Suchtprävention und psychosoziale Unterstützung - wohnortnah, kostenlos und ohne Schwellenangst.
     

  4. Sport und Bewegung. Infrastruktur ausbauen.

    Sport ist Gesundheitsvorsorge. Wer sich regelmäßig bewegt, bleibt länger gesund. Das ist keine Meinung, das ist Wissenschaft. Wir erhalten und modernisieren Sportstätten in allen Stadtteilen, unterstützen Sportvereine bei der Nachwuchsarbeit und schaffen kostenlose Bewegungsmöglichkeiten im öffentlichen Raum. Sportplätze, Laufstrecken, Fitnessparcours. Das alles ist Gesundheitspolitik, nur ohne weißen Kittel. 
     

  5. Psychische Gesundheit. Beratung ohne Warteliste.

    Psychische Gesundheit ist genauso wichtig wie körperliche Gesundheit. Gleichzeitig erleben viele Menschen lange Wartezeiten, wenn sie Unterstützung suchen. Deshalb stärken wir niedrigschwellige psychosoziale Beratungs- und Unterstützungsangebote und bauen diese aus. Ziel ist es, Menschen in belastenden Lebenssituationen schnell, unkompliziert und wohnortnah Hilfe anzubieten und sie auf dem Weg in weiterführende Unterstützungsangebote zu begleiten.

Schule und Bildung

Wir lassen keinen jungen Menschen zurück. 

Wir wissen, was es bedeutet, wenn Kinder und Jugendliche Chancen bekommen und was passiert, wenn sie fehlen. Deshalb ist Bildung für uns keine reine Verwaltungsaufgabe. Bildung ist eine Frage der Haltung: Gute Chancen müssen allen offenstehen – unabhängig von Herkunft, Geldbeutel des Elternhauses oder Stadtteil.

Wir wollen dahin gehen, wo Bildung entsteht: in Kitas, Schulen, Jugendzentren, Vereinen und Nachbarschaften. Gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern, Eltern, pädagogischen Fachkräften und den Menschen in unseren Stadtteilen wollen wir zuhören, Lösungen entwickeln und Verantwortung übernehmen. Denn gute Bildung gelingt nur gemeinsam.

Für uns gehören dazu gute Kitas, moderne Schulen und eine Ganztagsbetreuung, auf die Familien sich verlassen können. Wir wollen beste Bedingungen für das Lernen schaffen – mit guter Ausstattung, starken Teams und Schulen, die Kinder individuell fördern. Gleichzeitig setzen wir uns für hochwertige Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten vor Ort ein, damit junge Menschen in Lüneburg Perspektiven finden und ihre Zukunft hier gestalten können.

Lüneburg soll eine Stadt sein, in der junge Menschen Orientierung finden, sich ausprobieren und ihren eigenen Weg gehen können. Deshalb wollen wir Bildung, Jugendhilfe, Vereine, Familien, Kultur, Wirtschaft und soziale Einrichtungen stärker miteinander verbinden. Ein starkes stadtweites Netzwerk schafft Chancen für junge Menschen – und sichert zugleich die Fachkräfte, die unsere Stadt morgen braucht.

Unser Ziel ist klar: Kein junger Mensch darf in Lüneburg zurückgelassen werden. Dafür arbeiten wir gemeinsam – verlässlich, gerecht und mit einem klaren Blick auf die Zukunft unserer Stadt. 


Was wir konkret tun:

  1. Bildung ist mehr als Unterrichten.

    Kein Kind darf scheitern, weil die Unterstützung gefehlt hat, die es gebraucht hätte. Und das gelingt nur, wenn Lehrkräfte nicht allein für alle sozialen, sprachlichen und psychologischen Herausforderungen zuständig sind. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass jede Lüneburger Schule eine feste Schulsozialarbeitsstelle hat, und für eine bessere Zusammenarbeit zwischen Lehrkräften, Schulsozialarbeit, Sonderpädagogik und Jugendhilfe. Beim Sanieren und Umbauen von Schulen schaffen wir gezielt die Räume, die das im Alltag möglich machen. Denn gute Schulen brauchen nicht nur Klassenräume, sie brauchen Platz zum Wachsen.
     

  2. Inklusion ernst nehmen, mehr Klassenassistenzen.

    Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam zu unterrichten, ist keine Utopie. Es ist eine gesetzliche Verpflichtung und eine pädagogische Chance. Inklusion darf nicht am Personalmangel und Barrieren scheitern. Deshalb investieren wir in die bauliche Ausstattung der Schulen und verlängern und erweitern die bestehenden Modellprojekte zur Klassenassistenz, die den Lehrenden mehr Raum für die Wissensvermittlung gibt und allen Schülern zugutekommt. Wir entwickeln sie schrittweise zu einem festen Bestandteil unserer Schulen. Schulbegleitungen bleiben dort erhalten, wo sie notwendig sind.
     

  3. Offenes Ohr für Schulen im Rathaus.

    Wer täglich Verantwortung für eine Schule trägt oder zur Schule geht, verdient mehr als ein offenes Ohr. Sie verdienen eine echte Partnerin im Rathaus. Deshalb bauen wir eine verlässliche und partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Schulen, Verwaltung und Politik auf und entwickeln dafür neue Austauschformate, die Dialog auf Augenhöhe ermöglichen. Unser Ziel ist dabei eine zukunftsweisende und innovative Bildungslandschaft mit Strahlkraft. Gute Bildungspolitik entsteht gemeinsam mit denen, die täglich in den Schulen stehen.
     

  4. Sanierungsstau an Schulen abbauen. Der Bildungspakt 2040.

    Kinder und Lehrkräfte verdienen Lernorte, die sicher, modern und einladend sind, denn ein Gebäude, das bröckelt, sendet auch eine Botschaft darüber, wie ernst wir Bildung nehmen. Deshalb investieren wir systematisch und langfristig in die Infrastruktur unserer Schulen und setzen dafür auf den Bildungspakt 2040, einen auf SPD-Initiative geschaffenen verbindlichen Rahmenplan, der Schulsanierungen nicht mehr einzeln und kurzfristig, sondern koordiniert und vorausschauend steuert. Diesen Bildungspakt ergänzen wir um einen verbindlichen Sanierungsplan mit klaren Prioritäten, denn besonders im Ganztag brauchen unsere jüngsten Schülerinnen und Schüler Räume, in denen sie sich wohlfühlen und weiterentwickeln können.
     

  5. Ganztag in der Grundschule. Ab 2026 für alle.

    Ab 2026 haben Kinder im Grundschulalter bundesweit einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung, und das kostenfrei. Das ist eine riesige Chance, aber auch eine riesige Aufgabe. Lüneburg geht in die Offensive und ermöglicht das gleich allen Grundschulklassen. Wir haben bei der Entscheidung mitgezogen. Jetzt müssen die Weichen gestellt werden: Räume schaffen, Personal gewinnen und Qualität sichern.
     

  6. Erfolgreiche Bildungs- und Berufswege mit Abschluss.

    Jeder junge Mensch soll die Schule mit einem Abschluss verlassen und eine Perspektive für die Zukunft entwickeln können. Deshalb wollen wir Schulabbrüche gezielt verhindern, die Zusammenarbeit von Schulen, Jugendhilfe und weiteren Partnerinnen und Partnern stärken und die Berufsorientierung ausbauen. Durch eine bessere Vernetzung von Schulen, Wirtschaft, Handwerk und weiteren Akteur*innen sollen junge Menschen frühzeitig Einblicke in verschiedene Berufsfelder erhalten und passende Wege in Ausbildung, Studium oder Beruf finden.
     

  7. Familienwille ernst nehmen – mehr Plätze an Gesamtschulen.

    Familien sollen eine echte Wahl haben. Deshalb setzen wir uns für die Weiterentwicklung der Schullandschaft in der Hansestadt ein und werden mehr Schulplätze im Bereich der immer stärker nachgefragten Gesamtschulen schaffen. Dabei begrüßen wir ausdrücklich den Ausbau der IGS Kreideberg um eine Oberstufe und den Neubau der gesamten Schule, der schneller als in 12 Jahren kommen muss. 
     

  8. Kein Kind sitzt hungrig im Unterricht.

    Gutes Essen gehört zu guter Bildung. Kinder und Jugendliche können nur dann konzentriert lernen, leistungsfähig bleiben und sich gesund entwickeln, wenn sie im Schulalltag verlässlich versorgt sind. Deshalb werden wir im Zuge von Schulsanierungen und Neubauten alle Schulen nach und nach mit einer Mensa ausstatten und uns für eine qualitativ hochwertige und bezahlbare Versorgung für alle Schüler*innen einsetzten. 
     

  9. Bildungsstadt weiterdenken.

    Die Universität und die Lüneburger Schulen sollen enger zusammenarbeiten. Wir wollen eine verbindliche Bildungspartnerschaft schaffen, die Forschung, Lehramtsausbildung und Schulpraxis stärker miteinander verknüpft. So profitieren Schulen von wissenschaftlicher Expertise, Lehramtsstudierende sammeln früh Praxiserfahrung und neue Lernkonzepte können direkt vor Ort entwickelt und erprobt werden. Lüneburg soll Modellstadt für innovative Bildung werden.
     

  10. Jedes Kind lernt schwimmen.

    Schwimmen zu können rettet Leben. Unser Ziel ist klar: Jedes Kind in Lüneburg muss sicher schwimmen lernen. Weil das Lehrschwimmbecken in Oedeme von Sommer 2027 bis Ostern 2029 wegen Sanierung geschlossen ist, müssen wir jetzt handeln. Das „SaLü“ ist für viele Familien und Sportvereine zu teuer – deshalb brauchen wir Lösungen. Wir werden eine gemeinsame Arbeitsgruppe mit Sport- und Schulausschuss mit den Lüneburger Sportvereinen und der DLRG einberufen. Gemeinsam überbrücken wir die Bauzeit, bündeln die Kräfte und organisieren bezahlbare Schwimmkurse. So stellen wir sicher, dass kein Kind auf der Strecke bleibt und alle verlässlich schwimmen lernen.
     

  11. Kita-Plätze für alle — verlässlich und wohnortnah.

    Gute Bildung beginnt nicht erst in der Schule, sondern bereits in den Kindertagesstätten und Kindertagespflegestätten. Wir stellen sicher, dass Lüneburg den Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz tatsächlich erfüllt: mit ausreichend Plätzen, familienfreundlichen Öffnungszeiten und Einrichtungen, die wohnortnah erreichbar sind. Auch die qualitative Weiterentwicklung der Arbeit in den Kitas ist uns wichtig: Wir setzen uns für verbindliche Standards in der frühkindlichen Sprachförderung ein, damit das Lernen gelingt. 
     

  12. Prävention und mentale Gesundheit stärken.

    Mobbing, Hass und Desinformation in sozialen Medien gehören für viele Kinder und Jugendliche heute zum Alltag. Kinder sollen sich sicher fühlen und gestärkt werden. Deshalb stellen wir zusätzliche Mittel für externe Fachkräfte, Präventionsprojekte und Bildungsangebote bereit und werben Fördermittel ein, die Kinder und Jugendliche im sicheren und kritischen Umgang mit digitalen Medien stärken. Und wir beziehen die Eltern in die Aufklärung mit ein.
     

  13. Die lernende Stadt.

    Bildung endet nicht mit dem Schulabschluss. Wir vernetzen Schulen, Bibliotheken, die Volkshochschule, die Universität und Kulturorte zu einem gemeinsamen Lernökosystem und bauen die Ratsbücherei zu einem offenen Lernzentrum aus, das vielfältige Zugänge für alle Generationen öffnet. Lüneburg wird zur lernenden Stadt. 

Arbeit und Wirtschaft

Wirtschaftliche Stärke für ein gutes Leben in Lüneburg.

Eine familienfreundliche Stadt braucht eine starke Wirtschaft. Denn gute Arbeitsplätze, sichere Einkommen und attraktive Ausbildungsplätze schaffen die Grundlage für ein gutes Leben. Wirtschaftliche Stärke entsteht nicht von allein. Sie braucht Flächen, auf denen Unternehmen wachsen können. Eine Verwaltung, die Vorhaben ermöglicht statt verzögert. Eine Wirtschaftsförderung, die aktiv begleitet. Und den Mut, neue Chancen gezielt für Lüneburg zu nutzen. Die weitere Entwicklung unserer Wirtschaft kann nicht nur in den engen Grenzen der Stadt geschehen, sie ist eine regionale Aufgabe. Daher gibt es eine gemeinsame Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WLG), die wir in Zukunft schlagkräftiger aufstellen wollen. Auch hier gilt der Grundsatz: „Stadt und Land, Hand in Hand."

Wir unterstützen Mittelstand, Handwerk, Industrie und Start-ups, die Arbeits- und Ausbildungsplätze schaffen. Familien brauchen sichere Arbeitsplätze vor Ort, kurze Wege und gute Zukunftsperspektiven. Gleichzeitig vernetzen wir die Universität stärker mit den Unternehmen unserer Region und nutzen das Potenzial, das in Forschung, Innovation und Gründungen steckt. Die Universität ist ein wichtiger Motor für Fachkräfte, neue Ideen und wirtschaftliche Entwicklung in unserer Stadt.

Eine starke Wirtschaft sorgt dafür, dass junge Menschen nach ihrer Ausbildung oder ihrem Studium in Lüneburg bleiben können. Sie schafft die finanziellen Spielräume für gute Kitas und Schulen, kulturelle Angebote, moderne Infrastruktur und eine leistungsfähige Verwaltung. Wirtschaftliche Stärke ist deshalb kein Selbstzweck. Sie ist die Voraussetzung dafür, dass Lüneburg eine familienfreundliche, lebenswerte und zukunftsfähige Stadt bleibt.

 

Was wir konkret tun:

  1. Verwaltung, die ermöglicht.

    Wer in Lüneburg ein Unternehmen gründet, investiert oder wachsen will, soll eine Stadt erleben, die mitzieht statt ausbremst. Eine Verwaltung, die schnell, klar und lösungsorientiert arbeitet, ist ein echter Standortvorteil. Deshalb modernisieren wir Prozesse, verkürzen Genehmigungszeiten und machen digitale Anträge wirklich alltagstauglich.
     

  2. Wirtschaftsförderung, die liefert.

    Wir machen Wirtschaftsförderung zum Schwerpunkt und statten die Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WLG) mit mehr Personal, mehr Mitteln und dem klaren Auftrag aus, um Unternehmen aktiv anzusiedeln, Bestandsbetriebe zu unterstützen und Gewerbeflächen konsequent zu entwickeln. Jeder Betrieb, der sich in Lüneburg neu gründet, bekommt in den ersten zwei Jahren eine persönliche Unternehmensberaterin oder einen persönlichen Unternehmensberater der WLG. Jemanden, der proaktiv anruft, bei Behördengängen hilft und Fördermittel kennt. Denn gute Wirtschaftsförderung wartet nicht darauf, dass Unternehmen anklopfen. Sie geht auf sie zu, und das machen wir gemeinsam mit dem Landkreis und der Sparkasse für unsere Region.
     

  3. Lüneburg braucht eine aktive Gewerbeflächenpolitik.

    Zu viele Unternehmen finden heute keine geeigneten Flächen für Erweiterungen oder Neuansiedlungen. Das gefährdet Arbeitsplätze und bremst wirtschaftliche Entwicklung. Deshalb nutzen wir vorhandene Gewerbeflächen besser, erschließen neue Entwicklungspotenziale und schaffen ausreichend Raum für Handwerk, Mittelstand und innovative Unternehmen. Gezielt für Betriebe aus dem Bereich erneuerbare Energien, Handwerk und Technologie. Unser Ziel ist klar: Wer in Lüneburg investieren, gründen oder wachsen möchte, findet dafür auch die notwendigen Flächen vor. Wir werden hierzu auch Gespräche und Kooperationen mit den Umlandgemeinden suchen.
     

  4. Erneuerbare Energie als Standortvorteil nutzen.

    Die Region Lüneburg wird in den kommenden Jahren eine immer wichtigere Rolle bei der Erzeugung erneuerbarer Energien in Niedersachsen einnehmen. Insbesondere der Ausbau der Windenergie eröffnet neue Chancen für den Wirtschaftsstandort Niedersachsen. Erneuerbare Energien sind nicht nur ein Beitrag zum Klimaschutz, sondern auch ein wichtiger Standortfaktor für Unternehmen und Betriebe. Wir wollen die Chancen entlang der gesamten Wertschöpfungskette nutzen – von der Energieerzeugung über Speicherung und Infrastruktur bis hin zu Dienstleistungen und innovativen Technologien. Dadurch können neue Unternehmen angesiedelt, bestehende Betriebe gestärkt und zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden. Insbesondere in den Bereichen Energiespeicherung, Maschinen- und Anlagenbau, digitale Infrastruktur sowie energienahe Dienstleistungen sehen wir Entwicklungspotenziale für unsere Stadt und Region. Mit diesem Potenzial im Rücken soll die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Lüneburg (WLG) die Ansiedlung neuer Unternehmen begleiten und neue Wertschöpfung am Standort ermöglichen. Dafür wollen wir unter ihrem Dach ein kommunales Energiekompetenzzentrum etablieren, das lokale Betriebe bei der Umstellung auf erneuerbare Energien unterstützt, Fördermittel bündelt und den Austausch zwischen Handwerk, Planung, Wissenschaft und Wirtschaft fördert. Von der Energiewende sollen nicht nur Unternehmen profitieren, sondern alle Menschen in Lüneburg. Zusätzliche Wertschöpfung stärkt den kommunalen Haushalt und schafft finanzielle Spielräume für öffentliche Investitionen und kommunale Dienstleistungen. Gleichzeitig wollen wir Beteiligungsmöglichkeiten für Bürgerinnen und Bürger beim Ausbau erneuerbarer Energien aktiv unterstützen, damit die Wertschöpfung vor Ort bleibt und die Menschen direkt an den Chancen der Energiewende teilhaben können.
     

  5. Kreislaufwirtschaft als Chance für den Wirtschaftsstandort Lüneburg.

    Die Kreislaufwirtschaft ist eine wichtige Zukunftsaufgabe für eine ressourceneffiziente und wettbewerbsfähige Wirtschaft. Ziel ist es, Wertstoffe möglichst lange im Wirtschaftskreislauf zu halten und wiederzuverwenden, anstatt sie nach einmaliger Nutzung zu entsorgen. Dadurch können Ressourcen geschont, Kosten gesenkt und neue wirtschaftliche Potenziale erschlossen werden. Mit der an der Leuphana Universität Lüneburg entwickelten Expertise zum „Cradle-to-Cradle“-Ansatz verfügt Lüneburg über besondere Kompetenzen auf diesem Gebiet. Dieses Wissen wollen wir stärker für die wirtschaftliche Entwicklung unserer Stadt und Region nutzbar machen. Die Vernetzung von Wissenschaft, Unternehmen und Handwerk kann dazu beitragen, innovative Geschäftsmodelle zu fördern und neue Arbeitsplätze zu schaffen. Ein wichtiger Baustein ist dabei die Weiterentwicklung und Umsetzung eines Masterplans für die Kreislaufwirtschaft.
     

  6. Handwerk hat Zukunft und unsere Azubis verdienen Anerkennung.

    Meister ist genauso viel Wert wie Master, denn Handwerkerinnen und Handwerker bauen unsere Häuser, versorgen uns mit Wärme und Strom und bilden junge Menschen aus. Deshalb stärken wir das Handwerk und bringen Berufsorientierung früher in die Schulen. Azubis unterstützen wir konkret und schaffen die sogenannte Bettensteuer für Auszubildende am Technologiezentrum des Handwerks (TZH) ab. 
     

  7. Faire Arbeit als Standard.

    Wer mit städtischen Mitteln beauftragt wird, soll seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter faire Löhne zahlen. Tarifgebundene Betriebe bekommen im Rahmen des Niedersächsischen Tariftreue- und Vergabegesetzes bei der Vergabe öffentlicher Aufträge den Vorzug. Denn gute Arbeit verdient eine gute Bezahlung.
     

  8. Die Innenstadt bleibt das Herz der Stadt.

    Eine lebendige Innenstadt ist der Ort, an dem Lüneburg sich begegnet, zum Einkaufen, Essen, Treffen und Verweilen. Sie zieht Menschen an, sichert Arbeitsplätze und macht Lüneburg attraktiv für Besucherinnen und Besucher aus der ganzen Region. Wer dieses Herz schützen will, muss aktiv darin investieren. Deshalb sorgen wir für Sauberkeit, Sicherheit und Erreichbarkeit und schaffen Raum für neue Nutzungen, die die Innenstadt dauerhaft beleben. Denn neben Einzelhandel und Gastronomie braucht die Innenstadt mehr Wohnen, mehr Kultur und mehr Ideen, damit das Herz der Stadt weiter schlägt. Für alle, die hier leben und die hier zu Besuch kommen.
     

  9. Universität als Motor für Innovation und Fachkräfte.

    Kluge Köpfe kommen zum Studieren nach Lüneburg, und viele von ihnen wollen bleiben, gründen und die Stadt mitgestalten. Dieses Potenzial wollen wir viel stärker nutzen, indem wir Universität, Wirtschaftsförderung und regionale Unternehmen systematisch zusammenbringen. Deshalb stellen wir das regionale Gründerzentrum e.novum in Kooperation mit der Universität neu auf, als echte Brücke zwischen Wissenschaft und Wirtschaft.
     

  10. Fachkräfte gewinnen heißt, Wohnen, Mobilität und Kultur ermöglichen in einer lebenswerten Stadt.

    Wer in Lüneburg eine Ausbildung macht oder einen Job antritt, soll sich auch eine Wohnung leisten und verlässlich zur Arbeit kommen können. Deshalb denken wir Wohnen, Mobilität, Kultur, Lebensqualität und Wirtschaft zusammen als gemeinsame Aufgabe.

Mobilität und Verkehr

Mobilität bedeutet Lebensqualität. Für alle Generationen.

Mobilität ist eine Frage der Teilhabe. Die meisten Menschen in Lüneburg nutzen nicht nur ein Fortbewegungsmittel, sondern fahren mal Rad, mal Bus, sind mal auf den Zug, mal auf das Auto angewiesen und legen viele Strecken zu Fuß zurück. Wir wollen alle Formen der Mobilität verlässlich ermöglichen, sie miteinander sinnvoll verknüpfen und für alle zugänglich machen.

Die Debatten zur Mobilität drehen sich viel zu oft nur um Straßen, Parkplätze oder Radwege. Den Menschen geht es aber vor allem um Zeit und Sicherheit. Deshalb entwickeln wir Lüneburg zur Stadt der kurzen und sicheren Wege weiter. Eine familienfreundliche Stadt beginnt dort, wo der Alltag funktioniert. Deshalb planen wir Mobilität nicht vom Schreibtisch aus, sondern vom Alltag der Menschen her. Wie kommt ein Elternteil mit seinem Kind morgens zur Kita? Wie erreicht ein älterer Mensch seine Ärztin? Wie kommt ein Azubi zur Arbeit? Wie gelangen Kinder sicher zur Schule oder zum Sportverein? Wir fragen nach, hören zu und entscheiden gemeinsam mit den Menschen, die diese Wege täglich gehen. Arbeit, Kita, Schule, Einkauf und Freizeit sollen gut erreichbar sein – möglichst ohne Umwege. Und wer aus dem Umland kommt, soll unsere Innenstadt weiterhin gut erreichen können.

Gut koordinierte Mobilität entscheidet darüber, ob Familien Zeit füreinander haben, ob ältere Menschen selbstbestimmt leben können und ob alle Menschen sicher und selbstständig am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Sie stärkt Lebensqualität, Sicherheit, soziale Teilhabe, Klimaschutz und wirtschaftliche Stärke.


Was wir konkret tun:

  1. Mobilität für alle - kein Mensch bleibt zurück.

    Wer auf einen Rollstuhl, Unterarmgehstützen, Rollator oder Blindenstock angewiesen ist oder mit einem Kinderwagen unterwegs ist, soll sicher von A nach B kommen, ohne täglich gegen Hindernisse kämpfen zu müssen. Deshalb bauen wir den Bahnhof, die Bushaltestellen, unsere Fußwege und Straßenüberquerungen barrierefrei aus, sorgen dafür, dass Fahrstühle zuverlässig funktionieren und richten den gesamten ÖPNV konsequent auf Zugänglichkeit aus. Dazu gehören beispielsweise abgesenkte Bordsteine und abgeschliffenes Kopfsteinpflaster, um den Sande oder den Markt barrierefrei erreichen zu können. Denn ein Verkehrssystem, das wirklich allen offen steht, ohne Hürden, ohne Umwege, ohne tägliche Frustration, ist für uns das Ziel.
     

  2. Städtebaulicher Wettbewerb für das Bahnhofsareal 

    Der Bahnhof ist einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte der Region und für viele Menschen der erste Eindruck von Lüneburg. Mit einem städtebaulichen Wettbewerb wollen wir Ideen für die langfristige Entwicklung des Bahnhofsareals, einschließlich des ZOB erarbeiten. Ziel ist ein leistungsfähiger, barrierefreier und attraktiver Bahnhof, der den Anforderungen unserer Stadt gerecht wird, das Bahnhofsumfeld aufwertet und Lüneburg als Oberzentrum stärkt.
     

  3. Busse, die wirklich fahren. ÖPNV verlässlich machen.

    Ein Bus, der zu selten fährt, ist keine Alternative zum Auto. Er ist eine Zumutung. Wir setzen uns dafür ein, dass alle wichtigen Linien in Lüneburg tagsüber mindestens im 20-Minuten-Takt fahren, abends verlässlich und am Wochenende durchgehend. Und alle Schichtdienst-Arbeitnehmenden sollen mit dem Bus zur Arbeit fahren können. Gleichzeitig wollen viele Menschen nach einem längeren Abend in der Innenstadt sicher nach Hause kommen. Das ist kein Luxus. Das ist die Mindestvoraussetzung dafür, dass Menschen den ÖPNV überhaupt in Betracht ziehen.
     

  4. Die Stadtteile besser anbinden.

    Wer in den Außenstadtteilen lebt, merkt am deutlichsten, wenn der ÖPNV nicht funktioniert. Wir überprüfen alle Linien, die Stadtteile mit dem Zentrum verbinden, und bessern dort nach, wo Taktzeiten, Haltestellen oder Umsteigemöglichkeiten nicht stimmen. Niemand soll das Gefühl haben, am Rand der Stadt zu wohnen. Auch nicht im wörtlichen Sinne.
     

  5. Eine Innenstadt, in die man gerne kommt.

    Wer in die Innenstadt kommt, soll dort gerne Zeit verbringen, sich bewegen und genießen können. Mehr Aufenthaltsqualität entsteht durch mehr Platz für die Menschen, weniger Abgase, Stress und Verkehr und durch schöne Gestaltung. Deshalb reduzieren wir den Autoverkehr durch attraktive Alternativen: besseren ÖPNV, Modernisierung der Parkhäuser in der Innenstadt, ein smartes Parkleitsystem und Vorrang für E-Mobilität. So können wir auch gezielt die Fußwege verbessern und mehr Begegnungszonen schaffen. Dadurch gewinnt die Innenstadt - die Menschen, der Handel, die Gastronomie und der Tourismus zusammen.
     

  6. Radwege sanieren und sichere Fahrradparkhäuser schaffen.

    Lüneburg ist eine Stadt, in der man gut Rad fahren könnte, wenn die Infrastruktur stimmen würde. Zu viele Radwege enden abrupt, sind zu schmal oder in schlechtem Zustand. Wir investieren in ein zusammenhängendes, sicheres Radwegenetz, das die Umlandgemeinden und Stadtteile mit dem Zentrum verbindet. Am Hauptbahnhof entsteht ein weiteres überdachtes, sicheres Fahrradparkhaus mit Ladestationen für E-Bikes, bewacht und beleuchtet. Und wir halten weiterhin daran fest, dass das Karstadt-Parkhaus mit sicheren Abstellflächen für Fahrräder weiterentwickelt wird. Wer mit dem Rad zum Bahnhof oder in die Innenstadt kommt, soll sicher sein Fahrrad abstellen können. Radfahren soll in Lüneburg Spaß machen, nicht lebensgefährlich sein.
     

  7. Mobilität vernetzt gestalten.

    Wir denken Mobilität vom Weg der Menschen aus. Bus und Bahn, Radverkehr, Auto und Fußverkehr müssen besser miteinander verknüpft werden. Deshalb wollen wir Mobilitätsstandorte stärken und weiterentwickeln, die einen einfachen Wechsel zwischen verschiedenen Verkehrsmitteln ermöglichen. Das StadtRAD bleibt dabei ein wichtiger Baustein eines modernen und vernetzten Mobilitätsangebots unserer Stadt.
     

  8. E-Mobilität fördern.

    Wir unterstützen die klimafreundliche E-Mobilität. Deshalb bauen wir die öffentliche Ladeinfrastruktur weiter aus, insbesondere in Stadtteilen mit hohem Mietanteil, und statten städtische Parkhäuser schrittweise mit Ladesäulen aus. Zur E-Mobilität gehört für uns auch, dass wir das StadtRAD weiterentwickeln. An den Stationen sollen weitere E-Lastenräder zur Verfügung stehen, sodass in jedem Stadtteil entspannt der Einkauf erledigt werden kann. 
     

  9. Mehr Kapazität auf der Schiene Hamburg-Hannover.

    Die Bahnstrecke Hamburg–Hannover ist überlastet. Wer mehr Regionalverkehr, mehr Pünktlichkeit und bessere Verbindungen will, muss auch zusätzliche Kapazitäten schaffen. Deshalb unterstützen wir den Neubau der Strecke entlang der A7 und die Modernisierung der bestehenden Trasse. Nur so entstehen die Freiräume für einen 20-Minuten-Takt nach Hamburg und Hannover, bessere Fernverkehrsanbindungen und mehr Verbindungen in die Region. Eine starke Schiene ist die Grundlage für wirtschaftliches Wachstum, klimafreundliche Mobilität und eine gut vernetzte Metropolregion.
     

  10. Schienenverkehr in der Region stärken.

    Wir unterstützen die Reaktivierung der Bahnstrecken nach Soltau und Bleckede sowie eine Verbesserung des Angebots auf der Strecke nach Dannenberg. Gute Bahnverbindungen schaffen mehr Mobilität, entlasten die Straßen und verbinden die Menschen in der Region miteinander.
     

  11. Die A39 vollenden.

    Wir unterstützen den Weiterbau der A39. Eine leistungsfähige Straßenverbindung stärkt die wirtschaftliche Entwicklung der Region, verbessert die Erreichbarkeit für Unternehmen sowie Beschäftigte und verbindet Lüneburg besser mit dem südöstlichen Niedersachsen. Zudem werden die Anwohnerinnen und Anwohner der Bundesstraße in unserem Nachbarlandkreis durch den Neubau entlastet. 
     

  12. Baustellenkoordinierung verbessern, Verkehrschaos beenden.

    Wir setzen eine Verkehrsplanung um, die den Namen verdient. Gleichzeitige Baustellen, die wie heute ganze Stadtteile verstopfen, verhindern wir mit einer vorausschauenden Planung. Wir prüfen bereits heute, welche Verkehrswege künftig saniert werden müssen und staffeln die Vorhaben so, dass der Verkehr weiter fließen kann. Hier arbeiten wir eng mit Kreis, Land, Bund, Deutscher Bahn und anderen relevanten Akteuren zusammen, anstatt nur Schuldige zu suchen. 
     

  13. Kostenloses Schülerticket für alle Lüneburger Kinder und Azubis.

    Kein Kind soll zu Hause bleiben, weil das Busticket zu teuer ist. Wir setzen uns für ein kostenloses Schülerticket für alle Schülerinnen, Schüler und Azubis in Lüneburg ein. Finanziert durch die Stadt, unabhängig davon, wie weit der Schulweg ist. Das Ticket gilt nicht nur für den Schulweg, sondern den ganzen Tag: nachmittags zum Sportverein, am Wochenende zu Freundinnen und Freunden. Das entlastet Familien, macht Kinder selbstständiger und bringt mehr junge Menschen in den ÖPNV. Hamburg hat vorgemacht, wie gut das funktioniert: Dort nutzen 91 Prozent aller Schülerinnen und Schüler das kostenlose Ticket aktiv.
     

  14. Besucherparkausweise einführen.

    Eine lebenswerte Stadt lebt von Begegnungen. Familie, Freundschaften und Nachbarschaften machen den Zusammenhalt in unserer Stadt aus. Deshalb darf Mobilität nicht an der eigenen Haustür enden. Wo Bewohnerparkzonen eingerichtet werden, müssen auch die Bedürfnisse der Anwohnenden mitgedacht werden. Wir setzen uns dafür ein, dass Bewohnerinnen und Bewohner unkompliziert Besucherparkausweise beantragen können. So schaffen wir eine ausgewogene Lösung, die den vorhandenen Parkraum schützt und gleichzeitig Besuche von Familie, Freunden und Angehörigen ermöglicht.

Kultur und Leben

Kultur macht Lüneburg lebendig.

Eine Stadt lebt von den Momenten, in denen Menschen zusammenkommen, und Kultur schafft genau diese Momente. Ob beim Kultursommer, der Fete de la musique, auf Stadtfesten, im Theater, im Museum, in kleinen Clubs, auf Bühnen oder in den Stadtteilen: Kultur macht Lüneburg lebendig. Sie schafft Orte der Begegnung, eröffnet neue Perspektiven und lädt dazu ein, miteinander ins Gespräch zu kommen. Für uns ist Kultur deshalb kein Luxus. Sie gehört zur öffentlichen Daseinsvorsorge und muss für alle zugänglich sein – unabhängig vom Geldbeutel, vom Wohnort oder vom Alter.

Kultur verbindet Generationen. Sie schafft gemeinsame Erlebnisse für Familien, eröffnet Kindern und Jugendlichen neue Horizonte und sorgt dafür, dass Menschen auch im Alter am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Eine familienfreundliche Stadt braucht deshalb ein vielfältiges kulturelles Angebot, das Menschen zusammenbringt und den Zusammenhalt stärkt.

Wir setzen auf den direkten Austausch mit Künstlerinnen und Künstlern, Kreativwirtschaft, Vereinen, Ehrenamtlichen und Initiativen. Gemeinsam wollen wir Rahmenbedingungen schaffen, die kulturelles Leben ermöglichen, erhalten und weiterentwickeln.

Kulturelle Ereignisse halten unsere Stadtgesellschaft zusammen. Sie bringen Generationen, Kulturen und Menschen miteinander ins Gespräch, die sich sonst vielleicht nie begegnen würden. Wer Kultur möglich macht, verdient dafür Anerkennung, verlässliche Unterstützung und faire Bedingungen.

Kultur ist zugleich ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor für unsere Stadt. Sie stärkt Gastronomie, Einzelhandel und Tourismus und macht Lüneburg attraktiv für die Menschen, die hier leben, für Familien, die hier ihre Zukunft sehen, und für die Fachkräfte, die wir für unsere Stadt gewinnen wollen.

Vor allem aber zeigt Kultur, wer und wie wir als Stadt sein wollen: offen, vielfältig und gemeinschaftlich. Eine Stadt, in der alle dazugehören, ihren Platz finden und das Leben miteinander gestalten können.

 

Was wir konkret tun:

  1. Museumsstiftung Lüneburg dauerhaft absichern.

    Ob Schulklasse, Rentnerin oder Besucher aus dem Ausland, unsere Museen sind Orte, an denen Menschen verstehen, wer wir sind und woher wir kommen. Damit das so bleibt, braucht ihre Finanzierung eine verlässliche Grundlage. Auch über 2030 hinaus. Deshalb fordern wir eine verbindliche Nachfolgeregelung zwischen der Hansestadt und der Museumsstiftung, die das Museum Lüneburg und das Salzmuseum dauerhaft auf hohem Niveau betreiben soll. Die bereits im Bundesprogramm geförderte Sanierung des Salzmuseums setzen wir konsequent mit ergänzenden städtischen Mitteln bis 2030 um und entwickeln das Museum als internationalen Besuchermagneten weiter.
     

  2. Unsere Museumsregion Lüneburg auf die Karte bringen.

    Lüneburg und die Region verfügen über eine einzigartige Museumslandschaft mit überregionaler Strahlkraft. Museen, historische Bauwerke und kulturelle Sehenswürdigkeiten sind wichtige Orte der Bildung, Identität und des Tourismus. Wir wollen dieses Potenzial besser nutzen und gemeinsam mit dem Landkreis und dem Land Niedersachsen die Marke „Museumsregion Lüneburg“ entwickeln. Durch eine stärkere Vernetzung, gemeinsame Vermarktung und bessere digitale Sichtbarkeit werden mehr Menschen für die kulturellen Schätze unserer Region begeistert.
     

  3. Lüneburg international sichtbar machen.

    Wir unterstützen eine mögliche UNESCO-Bewerbung der Hansestadt Lüneburg gemeinsam mit anderen Salzstädten und stehen einer Bewerbung als Europäische Kulturhauptstadt offen gegenüber. Unser kulturelles Erbe besitzt weit über die Region hinaus Bedeutung. Es zu bewahren, weiterzuentwickeln und international sichtbar zu machen, stärkt Kultur, Tourismus und die Attraktivität unserer Hansestadt.
     

  4. Theater Lüneburg sicher finanzieren.

    Ob Schauspiel für Schulkinder, Oper für Kulturbegeisterte oder Tanz für alle - das Theater bringt Menschen zusammen, die sich sonst vielleicht nie begegnen würden. Und es zeigt der Gesellschaft, wer sie ist. Dazu gehört auch das Lüneburger Symphonie-Orchester. Wer solche Programme langfristig gestalten will, braucht verlässliche Finanzierung. Deshalb verankern wir die Finanzierung des Theaters vertraglich zwischen Stadt, Landkreis und Land Niedersachsen, damit das Haus planen, investieren und wachsen kann. Denn ein Theater mit sicherer Zukunft erzählt die Geschichten, die eine Gemeinschaft zusammenhalten.
     

  5. Kultur in allen Stadtteilen und auf den Straßen.

    Kultur gehört nicht nur in die Innenstadt. Denn kulturelle Teilhabe darf nicht davon abhängen, wo jemand wohnt. Deshalb fördern wir Stadtteilfeste, mobile Kulturangebote und niedrigschwellige Veranstaltungen direkt vor Ort. Wir initiieren Festivals wie die jährlich stattfindende “Fete de la Musique". Wir bringen Kultur in die Quartiere und schaffen mehr Möglichkeiten für lokale Initiativen, Vereine und Kulturschaffende. Denn eine lebendige Stadt braucht Kultur in jedem Stadtteil.
     

  6. Die freie Kulturszene macht Lüneburg lebendig.

    Sie schafft Räume für Begegnung, Kreativität und gesellschaftlichen Zusammenhalt und prägt damit das kulturelle Leben unserer Stadt. Wir stehen an der Seite der Kulturszene und setzen uns für den Erhalt der vielfältigen Förderlandschaft sowie kultureller Orte wie der KulturBäckerei, dem Mosaique, Schröders Garten, Gut Wienebüttel, der Halle für Kunst oder dem Salon Hansen ein. Ebenso unterstützen wir soziokulturelle Initiativen wie die HipHop-Förderer „each one teach two“ oder das „theater im e-novum“. Mit uns wird es keinen Kulturabbau geben. Wir verstehen uns als starke Stimme für Kunst und Kultur in Lüneburg und setzen uns dafür ein, die kulturelle Vielfalt der Stadt langfristig zu sichern und weiterzuentwickeln.
     

  7. Räume für Kultur. Städtische Liegenschaften klug nutzen.

    Bezahlbare Ateliers, Proberäume und Veranstaltungsorte sind in Lüneburg knapp. Deshalb öffnen wir mehr städtische Liegenschaften und Leerstände gezielt für kulturelle Nutzungen. Unser Ziel sind Räume für Kunst, Musik und Kultur – langfristig, verlässlich und zu fairen Konditionen. So schaffen wir bessere Arbeits- und Entwicklungsmöglichkeiten für die freie Kulturszene sowie Begegnungsstätten in unserer Stadt.
     

  8. Lüneburger Nachtleben wiederbeleben und Orte für junge Menschen schaffen.

    Lüneburg ist eine junge Stadt. Studierende, Auszubildende und junge Berufstätige brauchen Orte, an denen sie sich treffen, Kultur erleben und gemeinsam feiern können. Dazu gehören das dauerhafte „Bridgen“ auf der Stintbrücke und eine Außengastronomie, die von Mai bis September bis 24 Uhr möglich ist. Nachtkultur ist kein Randthema, sondern Teil der Lebensqualität unserer Stadt. Junge Menschen brauchen auch entkommerzialisierte Räume als Treffpunkte für Begegnungen. Wir erhalten kulturelle Freiräume und bringen die Interessen von Gastronomie, Kulturszene, Anwohnerschaft und Stadt in einen fairen Ausgleich. Unser Ziel ist ein Lüneburg, das lebendig und weltoffen ist, das eine attraktive Jugend- und Clubkultur fördert – auch nach Sonnenuntergang.
     

  9. Erinnerungskultur als Verantwortung.

    Mit der Kapitulation auf dem Timeloberg am 4. Mai 1945 wurde in unserer Region Geschichte von weltweiter Bedeutung geschrieben. Diese Verantwortung nehmen wir an. Deshalb stärken wir die Erinnerungskultur in Stadt und Landkreis dauerhaft entwickeln sie gemeinsam mit den bestehenden Gedenk- und Erinnerungsorten weiter. Dazu gehören unter anderem der jüdische Friedhof, die Synagogen-Gedenkstätte, die Euthanasie-Gedenkstätte und der Friedenspfad. Das Museum Lüneburg soll dabei als zentraler Partner für Vernetzung, Vermittlung und historisches Lernen gestärkt werden. Denn gemeinsames Erinnern stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt und unser demokratisches Bewusstsein.
     

  10. Kulturelle Bildung für Jugendliche stärken.

    Kulturelle Bildung eröffnet jungen Menschen neue Perspektiven, fördert Kreativität und stärkt die persönliche Entwicklung. Deshalb verbessern wir den Zugang zu Musik, Theater, Kunst und Literatur für alle Kinder und Jugendlichen. Wir unterstützen die Zusammenarbeit von Schulen, Kitas und Kultureinrichtungen, stärken die Arbeit der Musikschule und der Kunstschule Ikarus und setzen uns dafür ein, dass kulturelle Angebote unabhängig vom Einkommen der Eltern genutzt werden können. Kultur muss für alle jungen Menschen erlebbar sein.
     

  11. Finanzielle und Planungs-Sicherheit für unsere Kulturlandschaft.

    Kultur braucht Planungssicherheit. Deshalb erarbeiten wir gemeinsam mit dem Landkreis und den kulturpolitischen Akteurinnen und Akteuren einen Kulturentwicklungsplan für Stadt und Region. Unser Ziel ist eine transparente, verlässliche und langfristige Förderung von Kultureinrichtungen, Vereinen und Projekten, ganz im Sinne eines solidarischen Zukunftspakts für Lüneburg. Kulturangebote müssen in allen Stadtteilen erreichbar sein und dauerhaft gute Rahmenbedingungen vorfinden.

Sport und Bewegung

Sport verbindet. Mehr Miteinander in unserer Stadt.

Sport leistet einen zentralen Beitrag zu Gesundheit, Bildung, Integration, Inklusion und sozialem Zusammenhalt. Auf dem Sportplatz, in der Turnhalle oder im Schwimmbad entstehen Freundschaften, Teamgeist und Gemeinschaft. Gerade für Kinder und Jugendliche vermittelt Sport wichtige Werte wie Fairness, Respekt und Verantwortung. Gleichzeitig bringt er Menschen unterschiedlicher Generationen und Lebenswelten zusammen, die gemeinsam für etwas einstehen. Aufgrund dieser Bedeutung ist es unsere gemeinsame Aufgabe, die Möglichkeiten und den Zugang zum Sport bereichsübergreifend zu organisieren. Für uns ist die Förderung des Breitensports für alle Menschen von zentraler Bedeutung. Der Spitzensport motiviert, begeistert und schafft Identifikation weit über den Sport hinaus.

Eine familienfreundliche Stadt braucht starke Vereine und gute Sportangebote. Sie sind Orte der Begegnung, entlasten Familien im Alltag und ermöglichen Kindern und Jugendlichen unabhängig vom Geldbeutel ihrer Eltern gesellschaftliche Teilhabe. Deshalb verstehen wir Sportpolitik als Daseinsvorsorge. Wir wollen Sportstätten sanieren, Vereine stärken, Übungsleiterinnen und Übungsleiter angemessen unterstützen und dafür sorgen, dass kein Kind in Lüneburg vom Sport ausgeschlossen bleibt.

Sport ist mehr als Bewegung. Er schafft Gesundheit, Gemeinschaft und Zusammenhalt und macht unsere Stadt lebenswerter.

 

Was wir konkret tun:

  1. Übungsleitende verdienen Anerkennung. 

    Wer Kinder trainiert, Senioren fit hält und Jugendliche begleitet, tut das meistens für sehr wenig Geld und oft genug auf eigene Kosten. Deshalb bauen wir die Übungsleiterpauschale aus, verstetigen sie verlässlich und schaffen damit eine Grundlage, auf der Vereine planen können.
     

  2. Sportstätten sanieren, bevor sie verfallen. 

    Wer in Sportstätten investiert und unterhält, investiert in Gesundheit, Gemeinschaft und die Zukunftsfähigkeit des Ehrenamts. Deshalb bauen wir die investive Sportstättenförderung aus, bündeln Förderprogramme und machen Barrierefreiheit und Energieeffizienz zum Standard — damit jede Sanierung auch eine Investition in die nächsten Jahrzehnte ist.
     

  3. Vereine in den Schulalltag holen. 

    Die Ganztagsschule ist für Familien und Vereine eine Chance. Wenn Kinder bis 16 Uhr in der Schule sind, brauchen Vereine neue Wege, um sie zu erreichen. Vereinssport bietet mehr als Bewegung: Er lehrt Teamgeist, Gewinnen und Verlieren, Verbindlichkeit und Zusammenhalt. Deshalb unterstützen wir Kooperationsmodelle, die Übungsleiterinnen und Übungsleiter in den Schulganztag integrieren, schaffen dafür verlässliche Finanzierungsstrukturen und denken Schule und Vereinssport vom Kind aus — nicht von Zuständigkeitsgrenzen.
     

  4. Outdoor-Bewegungsflächen für alle. 

    Neben Vereinen nutzen viele Menschen individuelle Sport- und Bewegungsangebote – etwa Laufen, Radfahren, Fitness im Park oder Outdoor-Sportgeräte. Wir bauen eine bewegungsfreundliche Infrastruktur (Seniorengeräte, Rad- und Laufstrecken, Calisthenics-Anlagen, Skateparks) aus, indem wir Gesundheitsförderung und Präventionsprogramme, insbesondere gegen Bewegungsmangel bei Kindern und Jugendlichen, verknüpfen und Kooperationen zur Gestaltung sicherer, attraktiver und barrierefreier Bewegungsräume initiieren. Nur gemeinsam kann die Hansestadt Lüneburg zur Bewegungsstadt werden.
     

  5. Mit-Schwimmen in Lüneburg

    Schwimmen und überhaupt Bewegung im Wasser ist für Menschen jeden Alters ein idealer Sport, um den Körper schonend fit und gesund zu erhalten. Auch die psychische Gesundheit kann durch den Aufenthalt im Wasser gestärkt werden. Das Kurzentrum mit dem SaLü ist ein wichtiger Baustein der Gesundheitsregion Lüneburg. Angesichts tendenziell immer wärmerer Sommer ist unser Freibad Hagen ein wichtiger Ort für Abkühlung und erfüllt zugleich eine soziale Funktion als Ort, wo Menschen zusammenkommen, die sich sonst nicht unbedingt begegnen. Wir setzen uns dafür ein, unsere Bäder zu erhalten und über die Gesundheitsholding ausreichend auszustatten.
     

  6. Attraktive Sportveranstaltungen für eine lebendige Stadt.

    Veranstaltungen wie der Inklusionslauf, “Lüneburg läuft” oder die Sülfmeistertage stärken Gemeinschaft, Ehrenamt und Lebensqualität. Wir wollen Lüneburg als Sport- und Veranstaltungsstadt profilieren und Vereine sowie Veranstalter bei der Durchführung solcher Veranstaltungen aktiv unterstützen. Sport bringt Menschen zusammen – über Stadtteile, Generationen und gesellschaftliche Gruppen hinweg.
     

  7. Spitzensport als Aushängeschild der Stadt.

    Die Erfolge der SVG Lüneburg zeigen, welches Potenzial im Lüneburger Sport steckt. Mit der LKH-Arena verfügt die Region Lüneburg über einen wichtigen Standort für Spitzen- und Vereinssport. Wir wollen die Rahmenbedingungen für nationale und internationale Sportveranstaltungen weiter verbessern und die Strahlkraft des Sports für die gesamte Stadt nutzen. Die SVG hat sich in den vergangenen Jahren als einer der erfolgreichsten Volleyballvereine Deutschlands etabliert und auch der LSK hat den DFB-Pokal wieder erreicht und kann sich mit den besten Mannschaften im Pokal messen. Gleichzeitig zeigt die positive Entwicklung des Handballs in Lüneburg, dass auch andere Sportarten von einer starken Vereinsarbeit, erfolgreicher Nachwuchsförderung und guten Rahmenbedingungen profitieren können.
     

  8. Sportpark Bilmer Berg: Vom Versprechen zur Umsetzung.

    Seit Jahren wird über den Sportpark Bilmer Berg diskutiert. Jetzt ist es Zeit zu handeln. Wir wollen den Sportpark als größtes Sport-Infrastrukturprojekt der Stadt zügig realisieren. Mit modernen Sportflächen, einem Stadion, Trainingsmöglichkeiten für Vereine und Schulen sowie frei zugänglichen Bewegungsangeboten schaffen wir einen neuen Mittelpunkt für den Sport in Lüneburg und der Region. Wer den Sport stärken will, muss endlich bauen statt weiter planen.

Unsere Universität

Hier studieren. Hier bleiben.

Lüneburg ist mehr als ein Studienort. Für viele junge Menschen ist unsere Stadt der Ort, an dem sie Freundschaften schließen, ihre ersten beruflichen Erfahrungen sammeln und wichtige Entscheidungen für ihr Leben treffen. Unser Ziel ist, dass aus einem Studium in Lüneburg eine Zukunft in Lüneburg wird.

Deshalb stärken wir die Zusammenarbeit zwischen Stadt, Universität und Studierenden. Unser Ziel ist eine Universitätsstadt, die gute Studienbedingungen mit hoher Lebensqualität verbindet und jungen Menschen echte Perspektiven bietet. Wer in Lüneburg studiert, soll hier nicht nur lernen, sondern auch seine Zukunft aufbauen können – mit bezahlbarem Wohnraum, attraktiven Arbeitsplätzen und einer Stadt, in der man gerne lebt.

Denn die Fachkräfte, Gründerinnen und Gründer von morgen, sitzen heute in den Hörsälen der Leuphana Universität Lüneburg. Unser Ziel ist, dass möglichst viele von ihnen nach ihrem Studium in Lüneburg bleiben, hier arbeiten, Familien gründen und unsere Stadt mitgestalten. Eine familienfreundliche und zukunftsfähige Stadt braucht junge Menschen, die Verantwortung übernehmen, sich engagieren und ihre Ideen einbringen.

Deshalb wollen wir die Potenziale unserer Universität noch stärker für die Entwicklung unserer Stadt nutzen und Lüneburg als attraktiven Studien-, Arbeits- und Lebensort weiterentwickeln. So schaffen wir die Grundlage dafür, dass junge Menschen in Lüneburg nicht nur studieren, sondern hier auch ihre Heimat finden.

 

Was wir konkret tun:

  1. Bezahlbaren Wohnraum für Studierende schaffen.

    Die Zahl der Studierenden wächst stärker als das Angebot an bezahlbarem Wohnraum. Gemeinsam mit dem Studierendenwerk, der LüWoBau, Campus Wohnen und weiteren Partnern schaffen wir zusätzliche Wohnheimplätze und studentische Wohnangebote. Dabei setzen wir auf bezahlbare Mieten und eine gute Anbindung an Universität und Innenstadt.
     

  2. Zusammenarbeit mit Universität und Studierenden ausbauen.

    Wir stärken den regelmäßigen Austausch zwischen Stadtverwaltung, Kommunalpolitik, Universität und Studierendenvertretungen. Dazu schaffen wir ein dauerhaftes Dialogformat, in dem Herausforderungen frühzeitig benannt und gemeinsame Lösungen entwickelt werden können.Gleichzeitig nutzen wir die wissenschaftliche Expertise der Universität stärker für die Entwicklung unserer Stadt. Das gilt von Fragen der Nachhaltigkeit über Mobilität und Bildung bis hin zur digitalen Verwaltung.
     

  3. Gute Mobilität für Studierende sicherstellen.

    Studierende müssen den Campus, die Innenstadt und den Bahnhof zuverlässig und bequem erreichen können – unabhängig davon, in welchem Stadtteil oder welcher Gemeinde sie wohnen. Perspektivisch wird der neue Haltepunkt “Lüneburg - Universität/Kurpark” für eine echte Verbesserung sorgen. Darüber hinaus setzen wir uns bei der Weiterentwicklung des Busverkehrs für eine verlässliche Anbindung des Campus an den Bahnhof, die Innenstadt sowie die Stadtteile und Umlandgemeinden ein. Gleichzeitig wollen wir Mobilitätsstationen und das StadtRAD-Angebot weiter ausbauen. Für den Radverkehr schaffen wir bessere Bedingungen durch weitere sichere Fahrradabstellplätze, wie zum Beispiel mit einem Neubau eines Fahrrad-Parkhauses am Bahnhof. 
     

  4. Fachkräfte in Lüneburg halten.

    Viele gut ausgebildete junge Menschen verlassen Lüneburg nach ihrem Studium, obwohl sie ihre Zukunft hier gestalten könnten. Das wollen wir ändern. Unser Ziel ist es, die Stadtverwaltung als attraktive Arbeitgeberin für Studierende und Absolventinnen und Absolventen zu positionieren. Wir wollen mehr Praktikumsplätze ermöglichen und Studierenden frühzeitig Einblicke in die Kommunalverwaltung geben. Darüber hinaus wollen wir gemeinsam mit Unternehmen, Handwerk, sozialen Einrichtungen und öffentlichen Arbeitgebern daran arbeiten, dass Absolventinnen und Absolventen attraktive berufliche Perspektiven in Lüneburg finden und langfristig in unserer Stadt bleiben und Lüneburg ihre Heimat wird.

Unsere Stadtteile

Lüneburg ist so stark wie seine Stadtteile. Alle zusammen.

Lüneburg ist so stark wie seine Stadtteile und nur so stark wie der Zusammenhalt der Menschen, die dort leben. Überall in unserer Stadt engagieren sich Menschen füreinander: in Nachbarschaften, Vereinen, Initiativen, bei der Feuerwehr, im Sport, in sozialen Einrichtungen oder einfach im täglichen Miteinander. Dieses Engagement macht unsere Stadt lebendig, familienfreundlich und lebenswert.

Für uns beginnt gute Kommunalpolitik deshalb dort, wo Menschen ihren Alltag verbringen: in den Quartieren und Stadtteilen. Dort wachsen Kinder auf, entstehen Nachbarschaften und dort wird Zusammenhalt in der Praxis gelebt. Wir wollen zuhören, vor Ort präsent sein und gemeinsam mit den Menschen Lösungen entwickeln, die wirklich zu ihrem Lebensumfeld passen.

Unser Ziel ist, dass alle Stadtteile die gleichen Chancen bekommen. Dazu gehören eine gute Infrastruktur, verlässliche Mobilität, wohnortnahe Versorgung, gute Bildungsangebote und soziale Teilhabe. Niemand soll das Gefühl haben, dass sich die Stadt nur auf wenige Teile der Stadt konzentriert. Denn eine familienfreundliche Stadt entsteht nicht allein in der Innenstadt, sondern in allen Stadtteilen gleichermaßen.

Starke Stadtteile bedeuten für uns lebendige Nachbarschaften, sichere Wege, Treffpunkte für Jung und Alt sowie Räume für Begegnung, Kultur und gemeinsames Engagement. Gerade Orte, an denen Menschen zusammenkommen, voneinander lernen und Verantwortung übernehmen können, stärken den gesellschaftlichen Zusammenhalt und machen das Leben vor Ort lebenswerter.

Unser Anspruch ist klar: Niemand in Lüneburg darf sich abgehängt fühlen – egal in welchem Stadtteil er oder sie zuhause ist. Gute Lebensbedingungen dürfen keine Frage der Postleitzahl sein. Denn nur gemeinsam entsteht eine Stadt, in der alle dazugehören, Familien gerne leben und Menschen in jedem Lebensalter ihre Heimat finden.


Was wir konkret tun:

  1. Orte schaffen, die verbinden.

    Wo Menschen sich begegnen, entstehen Nachbarschaften, Freundschaften und Chancen. Aber dafür braucht es Orte, die das möglich machen. Deshalb bauen wir Stadtteilhäuser, Nachbarschaftstreffs und Begegnungsorte aus und finanzieren sie verlässlich. Wo Treffpunkte fehlen, entstehen neue. Plätze und Parks entwickeln wir zu Orten des Miteinanders weiter, ergänzt durch Sport- und Bewegungsangebote im Quartier, von Bolzplätzen bis zu mobilen Sportgeräten. Denn eine Stadt, in der Menschen sich begegnen, ist eine Stadt, die zusammenhält.
     

  2. Öffentliche Plätze und Grünflächen aufwerten.

    Ein gepflegter Spielplatz, eine Bank im Grünen, ein Platz, auf dem man sich gerne aufhält. Das klingt klein, macht aber einen großen Unterschied im Alltag. Jährlich wird in einem Stadtteil ein öffentlicher Platz unter Beteiligung der Bewohnerinnen und Bewohner aufgewertet. 
     

  3. Zusammenhalt vor Ort stärken, Quartiersmanagement in allen Stadtteilen.

    Wer in seinem Stadtteil etwas bewegen will, braucht Menschen, die zuhören, vernetzen und Dinge voranbringen. Denn lebendige Stadtteile entstehen nicht von allein. Deshalb etablieren wir in allen Stadtteilen ein verlässliches Quartiersmanagement mit festen Ansprechpersonen vor Ort und stärken die Ortsvorstehenden sowie Ortsbürgermeisterinnen und Ortsbürgermeister.
     

  4. Stadtteile mitgestalten, echte Bürgerbeteiligung.

    Gute Politik entsteht nicht hinter verschlossenen Türen, sondern gemeinsam mit denen, die es betrifft. Deshalb gehen wir regelmäßig in die Stadtteile, nehmen uns Zeit für Gespräche und etablieren dauerhaft Formate wie Stadtteilchecks, Dialog- Veranstaltungen und Bürgerversammlungen. Denn wer mitgestaltet, trägt mit.
     

  5. Kein Stadtteil bleibt zurück.

    Jedes Quartier in Lüneburg verdient dieselben Chancen. Um das sicherzustellen, richten wir Stadtentwicklung konsequent an den Menschen aus. Wir nehmen das Gefühl der Stadtteile am Rande der Stadt ernst, dass sie oft zu kurz kommen. Wir planen bessere Busverbindungen ins Zentrum, erhalten lokale Treffpunkte wie Gemeinschaftshäuser und Sportanlagen. Schließlich führen wir regelmäßige Sozialraumanalysen durch, aus denen ein Gesamtkonzept für alle Stadtteile entsteht. So stellen wir sicher, dass Investitionen dort ankommen, wo sie wirklich gebraucht werden.
     

  6. Kaltenmoor verdient einen echten Neustart.

    Kaltenmoor ist der Stadtteil, der mehr Aufmerksamkeit verdient, als er bekommt. Die Wohnungsbestände der Vonovia sind in einem miserablen Zustand. Und die Menschen dort haben das Gefühl, dass die Stadt anderswo investiert. Das ändern wir. Wir reden Klartext mit Vonovia, treiben den Erwerb und die Sanierung der Vonovia-Wohnungen voran und investieren gezielt in Infrastruktur, Sportangebote und Grünflächen. Wir setzen uns dafür ein, das Sanierungsgebiet Kaltenmoor weiter zu verlängern und schieben in Zusammenarbeit mit den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort neue Projekte an. Wir richten in der ehemaligen AWO-Kita ein Stadtteilzentrum ein, das als Begegnungs- und Integrationsort fungiert. Ein demokratisch gewählter Ortsrat tagt regelmäßig und spricht direkt mit der Stadtspitze. Wer in Kaltenmoor lebt, bestimmt mit, was sich ändert.
     

Umwelt, Klimaschutz und Energie

Wer heute nicht in Klimaschutz investiert, zahlt morgen einen viel höheren Preis.

Der Klimawandel ist keine ferne Bedrohung. Er ist in Lüneburg bereits spürbar. Heißere Sommer, häufigere Starkregen und längere Trockenperioden verändern schon heute den Alltag vieler Menschen. Das trifft nicht alle gleichermaßen: Menschen mit geringem Einkommen können sich oft keine Klimaanlage leisten, wohnen häufiger in schlecht gedämmten Wohnungen und leben überdurchschnittlich oft in Stadtteilen mit wenigen Grünflächen und wenig Schatten. Klimaschutz ist deshalb für uns nicht nur eine ökologische Frage. Er ist eine Frage der sozialen Gerechtigkeit und der Lebensqualität.

Gleichzeitig bietet Klimaschutz große Chancen für unsere Stadt. Neue Arbeitsplätze, günstigere Energie, attraktivere Stadtquartiere und eine höhere Lebensqualität stärken Lüneburg als Wohn- und Wirtschaftsstandort. Wer Klimaschutz als Bremse begreift, verkennt die Realität. Wir verstehen ihn als Chance, unsere Stadt zukunftsfähig aufzustellen und als Verantwortung gegenüber den Generationen, die nach uns kommen.

Eine familienfreundliche Stadt denkt nicht nur an die Herausforderungen von heute, sondern auch an die Lebensbedingungen von morgen. Deshalb wollen wir, dass Kinder sicher spielen können, ältere Menschen auch an heißen Sommertagen gut geschützt sind und alle Generationen von einer gesunden und lebenswerten Umwelt profitieren.

Klimaschutz ist Generationengerechtigkeit. Was wir heute entscheiden, bestimmt, in welcher Stadt unsere Kinder und Enkelkinder leben werden. Wir treffen diese Entscheidungen mit Verantwortung, mit Augenmaß und mit dem klaren Ziel, Lüneburg auch für kommende Generationen lebenswert, familienfreundlich und zukunftsfähig zu erhalten.


Was wir konkret tun:

  1. Gebäude fit für die Zukunft machen.

    Wer heute baut oder saniert, entscheidet über Energiekosten und Lebensqualität für Jahrzehnte. Deshalb setzen wir auf energieeffiziente Gebäude und fordern energetische Sanierungen aktiv. Energetische Sanierungen leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und helfen dabei, Energieverbrauch und Nebenkosten dauerhaft zu senken. Unser Ziel ist, dass klimafreundliches Bauen und Sanieren nicht nur Eigentümerinnen und Eigentümern zugutekommen, sondern auch Mieterinnen und Mietern durch geringere Energiekosten und mehr Wohnqualität.
     

  2. Solare Stadt - Photovoltaik auf allen geeigneten Dächern.

    Lüneburg hat viele Dächer und viel Sonne. Alle geeigneten städtischen Gebäude bekommen bis 2030 eine Photovoltaikanlage. Gleichzeitig halten wir am kommunalen Beratungsangebot fest, das Hausbesitzerinnen und Hausbesitzern hilft, schnell und unkompliziert Solar auf ihr eigenes Dach zu bringen. 
     

  3. Stadt mit grünen Orten - mehr Bäume, mehr Schatten, mehr Kühle.Heiße Sommer werden häufiger. Das ist keine Prognose mehr, das ist Realität. Wir pflanzen bis 2030 mindestens 1.000 neue Bäume im Stadtgebiet, begrünen Schulhöfe und schaffen kühle Aufenthaltsbereiche in allen Stadtteilen. Denn ein Baum kühlt seine Umgebung, filtert Luft und macht eine Stadt lebenswerter. Der Baum ist die günstigste Klimaanlage, die es gibt. Gleichzeitig wollen wir versiegelte Flächen dort zurückbauen, wo dies sinnvoll und möglich ist. Regenwasser soll künftig stärker vor Ort versickern können, statt ungenutzt in die Kanalisation abzufließen. Das schützt bei Starkregen, verbessert das Stadtklima und stärkt die Grundwasserneubildung. Gleichzeitig wollen wir die Ilmenau noch stärker erlebbar machen. Insbesondere im Bereich der Ilmenaustraße sehen wir Potenzial, die Aufenthaltsqualität am Wasser zu verbessern und die Verbindung zwischen Stadt und Fluss zu stärken. Mehr Grün, attraktive Aufenthaltsbereiche und ein behutsam gestaltetes Uferumfeld sollen dazu beitragen, Lüneburg noch stärker als Stadt am Fluss erlebbar zu machen.
     
  4. Wir halten Lüneburg sauber.

    Abfälle gehören nicht in Parks, Grünanlagen, Gewässer oder auf öffentliche Plätze. Vermüllung belastet die Umwelt, schadet Tieren und Pflanzen und beeinträchtigt die Aufenthaltsqualität in unserer Stadt. Deshalb wollen wir Lüneburg sauberer und nachhaltiger machen. Wir setzen auf bessere Möglichkeiten zur Abfallentsorgung, gezielte Aufklärung und die Unterstützung von Initiativen, Vereinen und Nachbarschaften, die sich für ein sauberes Stadtbild engagieren. Gleichzeitig stärken wir die Zusammenarbeit mit der GFA und AGL sorgen dafür, dass Verschmutzungen schneller beseitigt werden. Denn Umwelt- und Ressourcenschutz beginnt auch im direkten Lebensumfeld.
     

  5. Nachhaltige und bezahlbare Fernwärme.

    In vielen Stadtteilen Lüneburgs sind Haushalte ans Fernwärmenetz angeschlossen. Sie brauchen verlässliche, bezahlbare Rahmenbedingungen. Deshalb setzen wir alle kommunalen Hebel in Bewegung, um eine nachhaltige Wärmeversorgung zu günstigen Preisen sicherzustellen. Wir stehen an der Seite der Fernwärmekunden, die sich gegen unfaire Preisklauseln wehren und reden Klartext mit Avacon Natur. Denn Lüneburger Fernwärmekunden haben es verdient, dass die Stadt ihre Interessen vertritt und nicht die Interessen von Energiekonzernen.
     

  6. Klimafreundlich unterwegs sein.

    Verkehr verursacht einen erheblichen Teil der CO2-Emissionen. Deshalb ist eine moderne und klimafreundliche Mobilität ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz. Unser Ziel ist es, den Menschen attraktive Alternativen anzubieten und den Umstieg auf emissionsarme Verkehrsmittel zu erleichtern. Dafür stärken wir den ÖPNV, bauen die Ladeinfrastruktur für E-Mobilität weiter aus, entwickeln das StadtRAD-System weiter und verbessern die Vernetzung unterschiedlicher Mobilitätsangebote. Gleichzeitig wollen wir den Verkehr in der Innenstadt reduzieren und die Aufenthaltsqualität erhöhen. Unser Ziel ist eine autoärmere Innenstadt mit mehr Platz für Menschen, ohne ihre Erreichbarkeit als Oberzentrum einzuschränken. Deshalb setzen wir auf einen attraktiven ÖPNV, moderne Parkhäuser, ein intelligentes Parkleitsystem, eine gute und sichere Erreichbarkeit mit dem Fahrrad sowie eine schnelle Anbindung für Besucherinnen und Besucher aus den Stadtteilen und dem Umland. So verbinden wir Klimaschutz, Lebensqualität und moderne Mobilität miteinander.
     

  7. Ressourcen schützen durch Kreislaufwirtschaft.

    Die Kreislaufwirtschaft ist ein wichtiger Baustein für den Klima-, Umwelt- und Ressourcenschutz. Ziel ist es, Wertstoffe möglichst vollständig im Kreislauf zu halten und wiederzuverwerten, damit weniger Rohstoffe verbraucht und weniger Abfälle erzeugt werden. Langfristig braucht es dafür Produktions- und Nutzungssysteme, die auf geschlossenen und qualitätserhaltenden Wirtschaftskreisläufen basieren. Mit dem an der Leuphana entwickelten „Cradle-to-Cradle“-Ansatz verfügt Lüneburg über besondere wissenschaftliche Kompetenzen, die einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung leisten können. Dieses Wissen wollen wir stärker nutzen und weiterentwickeln. Ein strategischer Ansatz hierfür ist die Weiterentwicklung und Umsetzung eines Masterplans für die Kreislaufwirtschaft, um Ressourcen zu schonen und den Umwelt- und Klimaschutz in unserer Stadt weiter voranzubringen.
     

  8. Energiewende vor Ort gestalten.

    Lüneburg wird in absehbarer Zeit zu einer Wind- und Solarpark-Region. Davon sollen die Menschen vor Ort profitieren. Wir wollen die Chancen der Energiewende gezielt als Standortvorteil nutzen - für bestehende Industrien, für die Ansiedlungen neuer, energieintensiver Unternehmen. So entstehen Arbeitsplätze, zusätzliche Einnahmen für die Kommune und mehr regionale Wertschöpfung. Auch in den vorgelagerten Produktionsstufen, bei Anlagen- und Maschinenbauern in der Wind- und Solarindustrie und deren Zulieferern. Unterstützt werden soll dies durch ein Energiekompetenzzentrum, das Unternehmen, Handwerk und Investorinnen und Investoren zusammenbringt und bei der Umsetzung begleitet.
     

  9. Unsere Wasserwirtschaft stärken.

    Die Knappheit von Trinkwasser wird eine der großen Herausforderungen der Zukunft sein. Der Klimawandel verschärft die Unsicherheiten und macht ein professionelles Wassermanagement erforderlich. Die Sicherstellung einer leistungsfähigen Wasserver- und Abwasserentsorgung gehört zur unverzichtbaren Daseinsvorsorge und ist zugleich ein zentraler Standortfaktor für Wirtschaft, Landwirtschaft und gesellschaftliche Resilienz. Wir wollen Wasser-, Abwasserwirtschaft und Landwirtschaft schnellstmöglich intelligent miteinander vernetzen. Dazu gehören die Optimierung der landwirtschaftlichen Bewässerung, mehr Wasserwiederverwendung durch geschlossene Kreisläufe sowie die Entfernung von Schadstoffen und Keimen in den Kläranlagen. Zugleich müssen der Grundwasserverbrauch in der Landwirtschaft reduziert und die Grundwasserneubildung verbessert werden. Die notwendige Modernisierung des Wassermanagements ist nicht nur eine Investition in Versorgungssicherheit und Klimaanpassung, sondern bietet auch erhebliche Wertschöpfungs- und Beschäftigungspotenziale. 
     

Sicherheit und Ordnung

Sicherheit schafft Lebensqualität. 

Wer sich in seiner Stadt nicht sicher fühlt, kann an ihr nicht wirklich teilhaben. Familien sollen ihre Kinder mit gutem Gefühl zur Schule oder zum Sportverein schicken können. Ältere Menschen sollen sich auch am Abend sicher durch ihre Nachbarschaft bewegen können. Und alle Menschen sollen darauf vertrauen können, dass öffentliche Räume Orte der Begegnung und nicht der Verunsicherung sind.

Das Sicherheitsgefühl der Menschen ernst zu nehmen bedeutet nicht, jedes Problem zu dramatisieren oder „Law and Order“ als Allheilmittel zu verkaufen. Es bedeutet, genau hinzuschauen: Wo gibt es tatsächliche Probleme? Was macht Menschen in bestimmten Situationen oder an bestimmten Orten unsicher? Und was können wir konkret tun – als Stadt, als Gemeinschaft und als Gesellschaft?

Für uns gehören Sicherheit und Prävention zusammen. Wer in gute Schulen, soziale Angebote, Jugendarbeit und belebte öffentliche Räume investiert, investiert auch in Sicherheit. Denn Perspektiven, Gemeinschaft und gesellschaftlicher Zusammenhalt sind die wirksamsten Antworten auf viele soziale Probleme. Gleichzeitig braucht eine Stadt klare Regeln und ihre konsequente Durchsetzung. Wer den Stadtordnungsdienst stärkt und für Präsenz im öffentlichen Raum sorgt, zeigt: Diese Stadt kümmert sich und nimmt die Sorgen der Menschen ernst.

Sicherheit entsteht nicht durch Angst, sondern durch Vertrauen. In die Nachbarschaft, in die Stadt und in ihre Institutionen. Sicherheit bedeutet nicht, dass niemals etwas passiert. Sicherheit bedeutet, dass Menschen wissen: Wenn etwas ist, ist jemand da. Darauf müssen sich die Menschen in Lüneburg verlassen können.
 

Was wir konkret tun:

  1. Kommunalen Ordnungsdienst stärken. Präsent und ansprechbar.

    Ein Ordnungsdienst, den man nie sieht, schafft kein Sicherheitsgefühl. Wir sorgen dafür, dass der kommunale Ordnungsdienst zu Fuß und per Fahrrad in der Innenstadt und in den Stadtteilen präsent ist. Nicht nur im Auto, nicht nur tagsüber. Wer gesehen wird, wirkt. Wer ansprechbar ist, schafft Vertrauen.
     

  2. Beleuchtete, belebte öffentliche Räume.

    Dunkle Unterführungen, schlecht beleuchtete Parkplätze, verlassene Ecken. Das sind Orte, an denen sich Menschen unwohl fühlen. Wir verbessern die Beleuchtung an Angst-Räumen im öffentlichen Raum und sorgen dafür, dass Plätze und Wege in der ganzen Stadt auch abends einladend sind. Belebte Räume sind sichere Räume. Das ist keine Theorie, sondern Erfahrung aus vielen Städten.
     

  3. Konsequenz bei Ordnungswidrigkeiten.

    Regeln, die niemand durchsetzt, werden nicht respektiert. Falschparken auf Geh- und Radwegen, Ruhestörungen oder illegal entsorgter Müll. Das sind Dinge, die Menschen ärgern und das Zusammenleben belasten. Wir verfolgen Ordnungswidrigkeiten konsequenter und geben dem städtischen Ordnungsdienst die Mittel, das zu tun. Konsequenz bedeutet nicht Härte. Sie bedeutet Verlässlichkeit.
     

  4. Prävention statt Repression. Jugendarbeit und soziale Angebote.

    Die beste Kriminalprävention ist eine Stadt, in der Menschen Perspektiven haben. Gute Jugendarbeit, verlässliche Ansprechpersonen in den Stadtteilen und offene Angebote für junge Menschen, die nach dem Schulabschluss noch keine Richtung gefunden haben. Das ist wirksamer als jede Kamera. Wir investieren in Prävention, weil sie langfristig günstiger und menschlicher ist als Reaktion.
     

  5. Zusammenarbeit mit der Polizei - auf Augenhöhe.

    Sicherheit in Lüneburg ist eine gemeinsame Aufgabe von Stadt und Polizei. Wir pflegen eine enge, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Polizeiinspektion Lüneburg und setzen uns dafür ein, dass Bürgerinnen und Bürger wissen, wer ihre Ansprechperson bei der Polizei ist. Wer die Polizei kennt, vertraut ihr eher. Wer ihr vertraut, arbeitet mit ihr zusammen.
     

  6. Saubere Stadtteile - mit einem Aktionsplan gegen Müll.

    Viele Lüneburgerinnen und Lüneburger beschweren sich über Müll, in der Innenstadt wie in ihren Wohngebieten. Wir reden dieses Problem nicht klein und tun es nicht ab, sondern gehen es ernsthaft an. Denn Müll im öffentlichen Raum ist ein echtes Problem für die Lebensqualität. In einem Aktionsplan gegen Müll bündeln wir effektive Maßnahmen: nachbarschaftliches Engagement, gute und mehrsprachige Informationsangebote, neue Werkzeuge für die Ordnungskräfte und schnelle und unbürokratische Unterstützung durch die GFA und die AGL.
     

Digitalisierung und Bürgernähe

Verwaltung muss für Menschen da sein. Nicht umgekehrt.

Eine familienfreundliche Stadt braucht eine Verwaltung, die funktioniert. Wer einen Kita-Platz sucht, einen Personalausweis beantragt, ein Unternehmen gründet oder Unterstützung benötigt, erwartet zu Recht schnelle Antworten, klare Zuständigkeiten und verlässliche Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner.

Viele Menschen kennen die Situationen, in denen Zuständigkeiten unklar sind, Anträge lange dauern oder wichtige Informationen zu spät ankommen. Das frustriert und kostet Vertrauen. Für uns ist klar: Eine gute Verwaltung arbeitet verlässlich, verständlich und lösungsorientiert. Sie versteht sich als Dienstleisterin für die Bürgerinnen und Bürger und hilft dabei, Probleme zu lösen, statt neue Hürden aufzubauen. Deshalb setzen wir uns für klare Zuständigkeiten, kurze Wege und eine Verwaltung ein, die Anliegen schnell und unkompliziert bearbeitet. Digital dort, wo es sinnvoll ist – persönlich dort, wo Menschen Unterstützung brauchen.

Wir werden die Stadtverwaltung moderner, digitaler, bürgernäher und serviceorientierter aufstellen. Dazu gehören für uns eine zentrale Servicestelle in der Innenstadt ebenso wie dezentrale Anlaufstellen in den Stadtteilen. Jede Lüneburgerin und jeder Lüneburger soll wissen: Hier bekomme ich Unterstützung, hier werde ich ernst genommen und hier wird sich gekümmert.

Vertrauen in Politik entsteht oft ganz konkret im Alltag – dort, wo Verwaltung funktioniert. Wenn Eltern schnell einen Kita-Platz finden, Seniorinnen und Senioren unkompliziert Unterstützung erhalten oder Unternehmen verlässliche Ansprechpartner haben. Eine gute Verwaltung schafft Vertrauen, weil sie Probleme löst, statt sie zu verwalten. Denn eine gute Verwaltung merkt man nicht daran, dass sie ständig erklärt, warum etwas nicht geht. Man merkt sie daran, dass sie funktioniert.

 

Was wir konkret tun:

  1. Verwaltung, die zuhört. 

    Jeder Mensch hat das Recht, gehört zu werden. Unabhängig davon, wie laut er seine Stimme erheben kann. Eine Verwaltung, die nah dran ist und alle Lüneburgerinnen und Lüneburger ernst nimmt, stärkt nicht nur den Alltag, sie stärkt unsere Demokratie. Eine Verwaltung, die man kennt, ist eine Verwaltung, der man vertraut. Deshalb öffnen wir das Rathaus mit Tagen der offenen Tür, Personalmessen und öffentlichen Aktionen. 
     

  2. Verwaltung, die ermöglicht.

    Wer in Lüneburg etwas veranstalten oder auf die Beine stellen will, soll eine Verwaltung erleben, die ermöglicht. Eine Verwaltung, die schnell, klar und lösungsorientiert arbeitet, ist ein echter Gewinn für unser Zusammenleben. Deshalb wollen wir eine Verwaltung, die Prozesse vereinfacht. Sie soll ansprechbar sein und den Lüneburgerinnen und Lüneburgern unter die Arme greifen.
     

  3. Demokratie kommt nicht vom Wahltag, sondern vom Alltag. 

    Wer seine Stadt mitgestalten kann, entwickelt Vertrauen in Politik und Verwaltung. Deshalb schaffen wir regelmäßige Beteiligungsformate in den Stadtteilen, stärken Jugendbeteiligung und sorgen dafür, dass Bürgerinnen und Bürger frühzeitig in wichtige Planungen einbezogen werden. Denn gute Entscheidungen entstehen dort, wo Menschen mitreden können.
     

  4. Transparenz über städtische Finanzen.

    Wir wollen im Rat keine Versprechen machen, ohne zu sagen, wie wir sie finanzieren wollen. Deswegen werden wir unsere Vorschläge finanziell abwägen, priorisieren und mit konkreten Summen hinterlegen, denn der städtische Haushalt ist kein Geheimnis. Er gehört den Bürgerinnen und Bürgern. Wir veröffentlichen Haushaltsdaten verständlich und nachvollziehbar, erklären Prioritäten offen und stehen dazu, wenn Entscheidungen schwierig sind. Vertrauen entsteht durch Ehrlichkeit.
     

  5. Digitalisierung, die ankommt.

    Die Zeit der Menschen ist kostbar. Zu kostbar, um sie mit unnötigen Wegen, komplizierten Formularen oder langen Wartezeiten zu verschwenden. Wer das ändert, verändert den Alltag der Menschen zum Besseren. Deshalb setzen wir digitale Technik und künstliche Intelligenz gezielt dort ein, wo sie wirklich helfen. Bei Baustellenplanung, Straßenbeleuchtung, Stadt- und Sozialplanung. Denn Digitalisierung ist keine Frage der Technik, sondern eine Frage des Respekts vor der Zeit der Menschen. Deshalb wollen wir Lösungen, die die städtischen Dienste miteinander verbinden. Ummeldung, Parkausweis, Mangelmelder, Fundsachen. Alles an einem Ort, auf dem Smartphone, in wenigen Sekunden. Wer trotzdem lieber persönlich kommt, soll das selbstverständlich tun können.
     

  6. IT-Sicherheit mitdenken, sensibler Umgang mit Daten.

    Digitalisierung und Datenschutz gehören für uns zusammen. Wir werden die IT-Sicherheit der Stadt kontinuierlich stärken und sicherstellen, dass sensible Daten von Bürgerinnen und Bürgern nach höchsten Standards geschützt werden. Vertrauen ist die Grundlage einer modernen digitalen Verwaltung.

Gute Kommunalpolitik ist Teamarbeit. Hinter unserer Politik stehen engagierte Menschen aus allen Stadtteilen, die sich mit ihren Erfahrungen und Ideen für Lüneburg einsetzen. Lerne unsere Kandidatinnen und Kandidaten für den Rat der Hansestadt Lüneburg kennen und erfahre, wofür sie sich vor Ort stark machen.

Hier findest du alle Kandidatinnen und Kandidaten der SPD in der Hansestadt.