Ich möchte Lüneburg zu einer der familienfreundlichsten Städte Deutschlands machen. Denn eine Stadt wird stark, wenn Menschen Verantwortung füreinander übernehmen. Das gilt für Eltern mit Kindern, Wohngemeinschaften, aber auch für gleichgeschlechtliche Partnerschaften. Das gelingt nur gemeinsam. Und natürlich will ich auch Alleinstehende mitnehmen. 

FAMILIENFREUNDLICHE STADT

Familienfreundlichkeit ist für mich kein einzelnes Politikfeld – sie muss der Maßstab für alle Entscheidungen in unserer Stadt sein. Familie ist dort, wo Menschen dauerhaft füreinander Verantwortung übernehmen: Eltern und Kinder, Großeltern und Enkel, Patchworkfamilien, Alleinerziehende, Wohngemeinschaften oder Menschen, die Angehörige pflegen.

Ich möchte, dass Lüneburg zu einer der familienfreundlichsten Städte Deutschlands wird. Das bedeutet: bezahlbarer Wohnraum, verlässliche Kinderbetreuung, gute Schulen, sichere Schulwege, starke Stadtteile und ein Alltag, in dem Familie, Beruf und Ehrenamt miteinander vereinbar sind. Politik muss den Menschen das Leben leichter machen – nicht komplizierter.

BEZAHLBARES WOHNEN

In Lüneburg ist es immer schwieriger geworden, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Die Mieten steigen seit Jahren, Wohnungssuchende warten oft monatelang. Junge Familien verschieben ihre Zukunftspläne, Auszubildende finden kein Zimmer und viele verlassen die Stadt, obwohl sie gern bleiben würden.

Ich werde die kommunale Wohnungsbaugesellschaft LüWoBau zu einem schlagkräftigen Investor im Bereich des kommunalen Wohnungsbaus entwickeln. Bis 2030 soll die LüWoBau 500 Wohnungen bauen. In jedem neuen Wohngebiet sollen zudem mindestens 30 Prozent Sozialwohnungen entstehen. Städtische Grundstücke werden unter meiner Führung nicht mehr verkauft. Spekulation mit unbebautem Bauland wird konsequent begrenzt. Die sanierungsbedürftigen Vonovia-Wohnungen in Kaltenmoor soll wir schrittweise erworben und modernisiert werden.

VERLÄSSLICHE BILDUNG

Eine gute Bildung entscheidet maßgeblich über den Verlauf eines ganzen Lebens. Der erste Schritt einer guten Bildung entsteht mit einer gut ausgestatteten Kita. Es fehlen gut ausgestattete Kitaplätze und oft auch eine verlässliche Unterstützung. Schulwege sind nicht immer sicher. 

Deshalb sorgen wir für verlässliche Kitaplätze – wohnortnah und mit guten Öffnungszeiten. Kinder und Lehrkräfte verdienen Lernorte, die sicher, modern und einladend sind. Deshalb soll systematisch und langfristig in die Infrastruktur unserer Schulen investiert werden. Dafür setze ich auf den Bildungspakt 2040, einen verbindlichen Rahmenplan, der Schulsanierungen koordiniert und vorausschauend steuert. 

Ich will zudem dafür sorgen, dass jede Schule über feste Sozialarbeit verfügt und Inklusion zu einem unverrückbaren Bestandteil unserer Schulen wird. Ich werde zusätzliche Initiativen ergreifen, die dafür Sorge tragen werden, dass der Anteil der Schülerinnen und Schüler, die unsere Schulen ohne Schulabschluss verlassen, drastisch verringert wird. Das Schülerticket soll kostenlos werden, damit kein Kind aus finanziellen Gründen ausgeschlossen wird.

FÜR JEDEN ARBEITSPLATZ KÄMPFEN

Eine lebenswerte Stadt braucht eine starke Wirtschaft. Denn nur dort, wo Unternehmen investieren, ausbilden und Arbeitsplätze schaffen, können wir unseren Wohlstand sichern und die Zukunft unserer Stadt gestalten.

Ich möchte, dass Lüneburg ein attraktiver Standort für Handwerk, Mittelstand, Industrie, Dienstleistungen und innovative Gründungen bleibt. Dafür brauchen wir ausreichend Gewerbeflächen, eine leistungsfähige Wirtschaftsförderung und eine enge Zusammenarbeit mit dem Landkreis. Mir ist wichtig, dass junge Menschen nach ihrer Ausbildung oder ihrem Studium gute Perspektiven in unserer Region finden – und sich bewusst dafür entscheiden, in Lüneburg zu bleiben.

ZUSAMMENHALT IN ALLEN STADTTEILEN

Eine Stadt ist dann stark, wenn niemand zurückgelassen wird. Gute Politik beginnt deshalb vor der eigenen Haustür – in den Stadtteilen, in Vereinen, Nachbarschaften und dort, wo Menschen sich begegnen. Dazu gehören lebendige Treffpunkte in den Stadtteilen. Wo es noch keine Stadtteilhäuser gibt, werden sie in den kommenden geschaffen. Ich setze mich dafür ein, dass alle Generationen gut in Lüneburg leben können. Denn echter Zusammenhalt entsteht dort, wo Menschen Verantwortung füreinander übernehmen und sich aufeinander verlassen können.

MOBILITÄT FÜR ALLE

Wer in Lüneburg lebt, soll sich frei bewegen können. Mobilität ist eine Frage der Teilhabe. Die meisten Menschen in Lüneburg nutzen nicht nur ein Fortbewegungsmittel, sondern fahren mal Rad, mal Bus, sind mal auf den Zug, mal auf das Auto angewiesen und legen viele Strecken zu Fuß zurück. Ich will, dass alle nötigen Formen der Mobilität angeboten werden und diese miteinander verbinden. Die Debatten zur Mobilität drehen sich viel zu oft nur um Straßen, Parkplätze oder Radwege. Für die Menschen geht es aber um etwas anderes: um Zeit und Sicherheit. Zeit für Familie, Ehrenamt, Freizeit und Arbeit. Deshalb soll Lüneburg zur Stadt der kurzen Wege weiterentwickelt werden. Denn gute Mobilität erkennt man nicht daran, wie weit Menschen fahren müssen, sondern daran, wie viel Lebenszeit sie gewinnen und ob sie sicher ans Ziel kommen. 

Ein besonderes Projekt liegt mir am Herzen. Der Bahnhofsvorplatz und der ZOB sind für viele Menschen, die mit der Bahn nach Lüneburg kommen, die Visitenkarte der Stadt. Die jetzige Situation im Umfeld des Bahnhofs ist nicht mehr zeitgemäß. Ich möchte umgehend einen städtebaulichen Wettbewerb ins Leben rufen, um das Bahnhofsareal und den ZOB neu zu gestalten. 

LEBENDE KULTUR

Ich möchte, dass Lüneburg auch in Zukunft eine offene, vielfältige und lebenswerte Stadt bleibt. Ich stehe für eine Politik, die Familien stärkt, soziale Sicherheit schafft Zu einer familienfreundlichen Stadt gehört auch eine lebendige Kultur. In Theatern, Museen und Vereinen wird demokratisches Miteinander gelebt. Kultur ist deshalb ein unverzichtbarer Bestandteil einer offenen, solidarischen und demokratischen Stadt. Mehr Familienfreundlichkeit und eine lebendige Kultur sind für mich daher auch ein Beitrag zur Stärkung unserer Demokratie.